Teil 3 soll im Herbst stattfinden

Fury wohl mit Corona infiziert: Juli-Kampf gegen Wilder vom Tisch

Aus dem Juli-Kampf zwischen Tyson Fury und Deontay Wilder wird nix
Aus dem Juli-Kampf zwischen Tyson Fury und Deontay Wilder wird nix
© AP, Richard Vogel, RV

09. Juli 2021 - 11:48 Uhr

Fury vs. Wilder III muss verschoben werden

Schwergewichts-Weltmeister Tyson Fury ist offenbar mit dem Coronavirus infiziert. Das berichtet ESPN. Der für den 24. Juli in Las Vegas angesetzte dritte Kampf zwischen Fury und seinem Erzrivalen Deontay Wilder muss deshalb verschoben werden. Zunächst hatte der US-Sender von einem Corona-Ausbruch in Furys Team berichtet. Nun sei der WBC-Champion selbst positiv auf Covid-19 getestet worden. Informationen der "World Boxing News" zufolge zeige Fury Symptome der Krankheit. Eine offizielle Bestätigung steht noch aus.

Fury-Infektion trotz Impfung?

Quellen aus dem Umfeld der Boxer hätten die Absage des Fights bestätigt, hieß es auf der ESPN-Website. Der US-Sender hat zusammen mit Fox die Pay-per-View-Übertragungsrechte für das Duell inne. Laut ESPN soll Fury vs. Wilder III jetzt am 9. Oktober in der T-Mobile-Arena von Las Vegas stattfinden.

Die Corona-Infektion Furys kommt überraschend. Erst kürzlich hatte der Promoter des Briten, Bob Arum, in einem Interview gesagt, Fury sei "vollständig" geimpft. Arum sagte dies in Zusammenhang mit einem anderen Corona-Fall in seinem Boxstall "Top Rank".

Auch Leichtgewichts-Champion Teofimo Lopez war kürzlich an Covid-19 erkrankt, sein für den 14. August angesetzter Kampf gegen George Kambosos musste ebenfalls verschoben werden. Sehr zum Ärger Arums: Der 89-Jährige kritisierte Lopez scharf, weil dieser sich, anders als etwa Fury, nicht habe impfen lassen.

Schon Kampf gegen Joshua fiel ins Wasser

Ursprünglich war Furys Sommer-Plan sowieso ein ganz anderer gewesen: Der "Gypsy King" wollte am 14. August in Saudi-Arabien gegen seinen Landsmann Anthony Joshua im langersehnten "Battle of Britain" um alle vier wichtigen WM-Gürtel antreten. Beide Lager hatten sich schon geeinigt, allerdings funkte dann ein US-Schiedsgericht dazwischen und ordnete an, dass Fury bis zum 15. September eine Revanche-Verpflichtung gegenüber Wilder erfüllen müsse. Der Amerikaner hatte eine Klausel für einen Rückkampf rechtzeitig gezogen.

Ein Kampf im Oktober dürfte den Schiedsspruch übrigens nicht verletzen. Eventualitäten wie Verletzungen oder Erkrankungen und daraus resultierende Verschiebungen sind in den Vertragswerken großer WM-Fights für gewöhnlich geregelt.

Das erste Duell zwischen Fury und Wilder endete im Dezember 2018 mit einem umstrittenen Unentschieden (viele Experten sahen Fury nach Punkten vorne), im Februar 2020 vermöbelte der 32-jährige Brite den "Bronze Bomber" dann nach Strich und Faden und sackte den WBC-Gürtel ein. Auch im dritten Fight ist Fury Favorit. (msc/mar)

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