5 Tage nach ihrem Kampf

18-jährige Boxerin stirbt nach schweren Kopftreffern

Symbolbild
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© Imago Sportfotodienst , Panthermedie

03. September 2021 - 10:29 Uhr

Tragischer Tod einer jungen Athletin

Die erst 18 Jahre alte Boxerin Jeanette Zacarias Zapata aus Mexiko ist fünf Tage nach einem Kampf gestorben. Sie erlag am Donnerstag um 15.45 Uhr (Ortszeit) ihren schweren Kopfverletzungen, die Zapata am Samstagabend im Duell gegen Marie-Pier Houle (31) aus Kanada im Stade IGA in Montreal erlitten hatte. Das teilte Veranstalter Yvon Michel mit.

Mehrere schwere Kopftreffer

Zapata hatte Ende der vierten Runde mehrere schwere Kopftreffer hinnehmen müssen. Deutlich sichtbar schwer angeschlagen stand die Kämpferin noch für einige Sekunden in der Ringecke, nachdem der Ringrichter den Kampf abgebrochen hatte. Erst danach ging sie zu Boden, und lag zunächst reglos im Ring. Ihr Trainer, die Sanitäter vor Ort und der Ringarzt eilten ihr zu Hilfe. Noch im Ring begann sie zu krampfen, ehe sie in ein Krankenhaus gebracht wurde. Dort versetzten die Ärzte sie in ein künstliches Koma.

Lokale Medien berichten, dass die Kämpferin sich Anfang der Woche noch in einem kritischen, aber stabilen Zustand befunden habe. Anfang der Woche war als Reaktion auf den schweren Unfall eine Spendenseite eingerichtet worden, um die Sportlerin auf dem Weg zur Genesung finanziell zu unterstützen, rund 15.000 Dollar waren bereits zusammengekommen.

Schwerer Knock-Out schon im Mai

Schon unmittelbar nach dem Kampf meldete sich Houle in den sozialen Medien zu Wort, um ihre Sorge um Zapata zum Ausdruck zu bringen. "Ich habe niemals die Absicht, einen Gegner ernsthaft zu verletzen", schrieb die Kanadierin. "Meine aufrichtigen Gedanken sind bei meiner Gegnerin Jeannette Zacarias Zapata und ihrer Familie. Ich wünsche ihr von ganzem Herzen, dass sie sich erholen wird." Am Ende waren ihre Verletzungen aber zu schwer.

Zapata habe sich vor dem Kampf neurologischen Untersuchungen unterziehen lassen müssen, um für das folgenschwere Duell gegen Houle zugelassen zu werden, sagte Yvon Michel gegenüber CBC. Die Mexikanerin war bereits bei ihrem letzten Kampf im Mai schwer ausgeknockt worden. "Wir möchten ihrer Familie, ihren Angehörigen, ihren Freunden und vor allem ihrem Ehemann Jovianni Martinez, der bis zu ihren letzten Momenten an ihrem Bett war, unser aufrichtiges Beileid aussprechen", heißt es in der Erklärung des Promoters. (dpa/ntv.de)