Erst infiziert, dann kollabiert

Zwei Spieler zusammengebrochen - Corona-Drama bei Berliner Regionalligisten

Ugur Tezel (2.v.l.) brach am Freitag zusammen.
Ugur Tezel (2.v.l.) brach am Freitag zusammen.
© Imago Sportfotodienst

05. Dezember 2021 - 10:39 Uhr

Da war der Sport mal ziemlich egal

Dieses Virus kann auch Spitzensportler umhauen! Beim Berliner AK sind nach dem Regionalliga-Spiel gegen Carl-Zeiss Jena zwei Spieler zusammengebrochen. Beide wurden einige Wochen beim großen Ausbruch, der den BAK traf, infiziert. Es gebe "einen unmittelbaren Zusammenhang".

Andere Spieler bekamen Angst

Am Freitagabend mussten zwei Spieler des Berliner AK nach dem Spiel gegen Jena notärztlich betreut werden. Nicht, weil sie sich in der Partie verletzten, sondern weil sie nach Verlassen des Platzes kollabiert sind. Kwabe Schulz kippte direkt nach dem Schlusspfiff um, sein Teamkamerad Ugur Tezel nach dem Spiel in der Kabine. Berlins Trainer Andre Meyer bestätigte den Vorfall dem "RBB". Die beiden Spieler hätten nach der 0:2-Pleite Herz-Kreislauf-Probleme gehabt und seien von Notärzten mit Sauerstoff vorsorgt worden.

Der Grund für diesen schlimmen Zwischenfall? Offenbar Corona! Beide Spieler waren beim Ausbruch im Verein betroffen, weshalb nun innerhalb kürzer Zeit drei Liga- und eine Pokalpartie absolviert werden musste. Laut Notärzte gebe es "einen unmittelbaren Zusammenhang" zu den Corona-Infektionen, sagte Meyer.

"Wir sind natürlich zusammengeschreckt. Das hat uns die Dinge nochmal richtig vor Augen geführt", so Meyer, der die Situation als "brutal emotional" beschreibt und sagt, auch andere infizierte Spieler hätten da "für sich selbst Angst gehabt".

Offenbar ging es den beiden Betroffenen nach den ersten Behandlungen wieder besser. Die kollabierten Spieler hätten weitere ärztliche Untersuchungen abgelehnt und seien am Freitagabend auf eigene Verantwortung mit zurück nach Berlin gereist, so Meyer. Dabei wurde die Herzfrequenz aber mit eigenen Mitteln stets überwacht. (sho)