Gerüchte über hunderte Kilo Bargeld

Bericht: Ehemaliger Wirecard-Topmanager Christopher Bauer in Manila gestorben

FILE PHOTO: The logo of Wirecard AG is pictured at its headquarters in Aschheim
© REUTERS, Andreas Gebert, /FW1F/Edmund Blair

05. August 2020 - 22:12 Uhr

Familie zeigt sich schockiert

Christopher Bauer, Ex-Asienchef von Wirecard ist in Manila, der Hauptstadt der Philippinen, gestorben. Das berichten das "Handelsblatt" und "Financial Times". Demnach ist die Todesursache des 45-Jährigen nicht bekannt. Der Vater des verstorbenen Managers erklärte gegenüber dem Magazin, dass sein Sohn mit einem Schwächeanfall ins Krankenhaus eingeliefert worden sei. "Wir haben auch nicht viele Informationen", sagte der Vater. Die Familie sei schockiert und störe sich an den Gerüchten um die angeblichen Verbrechen und mögliche Gründe für den frühen Tod seines Sohnes. "Ich glaube, es war eine natürliche Sache."

Staatsanwaltschaft zu Wirecard: "Gewerbsmäßiger Bandenbetrug"

Bauer hatte als Ex-Asienchef eine Schlüsselrolle in dem Unternehmen und gilt als Vertrauter des flüchtigen Ex-Vorstands Jan Marsalek. Dieser soll Gerüchten zufolge hunderte Kilo Bargeld auf die Philippinen geschafft haben.

Im Verlauf der letzten Woche wurde immer deutlicher, dass die Dimension des Wirecard-Skandals deutlich größer ist, als zunächst angenommen. Inzwischen spricht die Staatsanwaltschaft von "gewerbsmäßigem Bandenbetrug". Auf politischer Ebene wird eine gründliche Aufarbeitung gefordert.