Spektakuläre Rettungsaktion

Bayern: Bergsteiger-Paar verirrt sich an Steilwand und hängt fest

Kletterer
Die beiden Kletterer verloren plötzlich die Orientierung.
Markus Leitner

Kletter-Drama in den Alpen! In ihrem Urlaub in Bayern wollten zwei Deutsche am Dienstagmittag einen Berg in den Alpen erklimmen – plötzlich verloren sie die Orientierung. Die beiden kamen weder vor noch zurück und mussten schließlich in einer spektakulären Rettungsaktion vom Berg geholt werden.

Bergsteiger stecken fest – Hilfe gefordert

Christoph 14
Rettungshubschrauber „Christoph 14“ rettete das Bergsteiger-Paar aus der Luft.
Markus Leitner

Einsatzkräfte der Bergwachten Bad Reichenhall und Freilassing haben am Dienstagmittag zwei auf der Südseite des Hochstaufens Bergsteiger aus einer aussichtslosen Lage gerettet. Auch der Traunsteiner Rettungshubschrauber „Christoph 14“ war im Einsatz. Der 30-jährige Mann aus Niedersachsen und die 35-jährige Frau aus der Oberpfalz hatten im Aufstieg auf der großen Sandreiße plötzlich die Orientierung verloren. Das Bergsteiger-Duo war versehentlich zu weit nach rechts bis an den Fuß einer rund 50 Meter hohen Felswand aufgestiegen.

Der Klettersteig wurde durch einen großen Felssturz am 24. März stark beschädigten. Dadurch kamen die Bergsteiger im steilen und brüchigen Gelände nicht mehr weiter. Gegen kurz nach 12 Uhr wählten sie den Notruf.

Bergsteiger kommen mit Schrecken davon

Rettungsaktion
Einsatzkräfte der Bergwachten Bad Reichenhall und Freilassing kamen dem Bergsteiger-Paar zur Hilfe. Die Rettungsaktion dauerte insgesamt zwei Stunden.
Markus Leitner

Der Einsatzleiter ließ zunächst seine Mannschaft für einen bodengebundenen Einsatz alarmieren. Zu dem Zeitpunkt war noch nicht sicher, ob der Helikopter sie überhaupt erreichen könnte, da die Stelle knapp an der Wolkenuntergrenze lag. „Christoph 14“ seilte dann aber doch zwei Bergretter mit 45-Meter-Rettungswinden im Steilhang ab. Dafür musste der Pilot gefährlich nah an die Felswand ran fliegen, nämlich bis auf zwei Meter an die obere Kante der Felswand.

Die Bergretter sicherten das Paar in Rettungssitzen und brachten sie in zwei Touren zurück ins Tal. Beide blieben unverletzt. Mit einem großen Schreck traten die Bergwanderer schließlich die Heimreise mit dem Auto an. Die Rettungsaktion dauerte insgesamt zwei Stunden. (cba)