Benedikt Huber - der neue Bösewicht bei "Unter uns"

Er spielt einen Wolf im Schafspelz: Der Düsseldorfer Jens Hajek steigt am 9. Juni 2016 in einer Hauptrolle als vermeintlich treusorgender Familienvater Benedikt Huber bei "Unter uns" ein. Benedikt Huber ist der Ehemann von Andrea Huber (Kristin Meyer) und Vater von Valentin Huber (Aaron Koszuta), die bereits vor einigen Wochen in die Schillerallee gekommen sind.

Um seiner Frau ihre finanzielle Not weiter verheimlichen zu können, manipuliert Benedikt (Jens Hajek) Andrea (Kristin Meyer) geschickt so, dass sie den rettenden Vorschlag macht, vorerst nach Köln zu ziehen.
Benedikt Huber (gespielt von Jens Hajek) mimt den treusorgenden Ehemann, doch er hat eine dunkle Seite ... (c) RTL/ Stefan Behrens

Benedikt Huber ist nicht einfach nur eine neue Rolle bei "Unter uns" – er ist der neue Bösewicht! Von außen wahrt er den schönen Schein als reicher und erfolgreicher Geschäftsmann, doch hinter dem Rücken seiner Familie verbirgt er ein dunkles Geheimnis und tut alles dafür, damit es nicht ans Licht kommt … Mehr dazu im Interview.

Der neue "Unter uns"-Star Jens Hajek im Interview

Benedikt (Jens Hajek, l.) steht weiter unter finanziellem Druck und versucht seine Probleme vor Andrea (Kristin Meyer) und Valentin (Aaron Koszuta) zu verheimlichen.
Was verbirgt der undurchsichtige Benedikt Huber (gespielt von Jens Hajek) vor seiner Familie? (c) RTL/ Stefan Behrens
(c) RTL/ Stefan Behrens, , UU Folge 5392

Benedikt ist ein Mann mit einem Geheimnis, das er allerdings zu vertuschen versucht. Hast du auch privat ein Geheimnis, das niemand kennt?

Natürlich habe ich das ein oder andere Geheimnis, die sind aber bis auf eines nicht annähernd so spannend wie die von Benedikt Huber, daher lohnt es sich gar nicht, diese zu erzählen. ;-) Nur dieses hier: Ich bin ein großer Bruce-Springsteen-Fan und werde in unserer Sommerpause in Rom mein 25. Konzert von ihm besuchen. Diese Hingabe und Leidenschaft, die dieser Mann nun seit über 40 Jahren auf die Bühne bringt, ist unfassbar – seine Konzerte dauern meist dreieinhalb Stunden und länger und in seinen Songs finden sich einfach tolle Charaktere und Geschichten. Letztendlich ist meine Liebe zu Springsteen und seinen Songs der Grund, warum ich Schauspieler geworden bin: um Geschichten zu erzählen!

Wie verstehst du dich mit deiner neuen "Unter uns"-Familie, Kristin Meyer und Aaron Koszuta?

Wirklich großartig! Mit Kristin lief es beim Casting schon sehr entspannt und vertraut, und mit ihrer Serienerfahrung und ihrer herzlichen und offenen Art hat sie mir den Einstieg bei "Unter uns" enorm erleichtert. Meinen Seriensohn Aaron mochte ich auf Anhieb, als ich ihn bei einem Überraschungsbesuch in meiner Wohnung kennengelernt habe. Als Vater und Sohn in der Serie sind wir ja alles andere als harmonisch, aber abseits der Kamera lachen wir viel und haben, denke ich, einen ähnlichen Sinn für Humor.

Seit über 15 Jahren stehst du erfolgreich auf diversen Theaterbühnen der Republik - zuletzt in dem Stück "Aufguss" mit Jeanette Biedermann. Wie unterschiedlich können da Publikumsreaktionen ausfallen, gibt’s da was zu erzählen?

Es ist in der Tat immer wieder erstaunlich, wie groß die Unterschiede bezüglich der Publikumsreaktion sein können. Mit "Aufguss" waren wir kurz vor meinem Einstieg bei "Unter uns" im Februar/März 2016 noch auf Tournee - und obwohl das Stück wirklich überall sehr gut angekommen ist, waren wir bei einer Vorstellung im Allgäu um kurz vor 22 Uhr fertig – und bei einer anderen Vorstellung im Saarland erst zwanzig Minuten später - Beginn war immer um 20 Uhr. Anscheinend gibt es doch regionale Unterschiede beim Humorverständnis. Auch lustig war folgende Begebenheit bei einer Vorstellung im Bonner Contrakreis-Theater: Dort gibt es eine Arenabühne, bei der die Zuschauer sehr nah an den Schauspielern sitzen. Da ist ein Zuschauer, der ungefähr 50 Zentimeter entfernt auf Augenhöhe vor mir saß, während meines Textes immer wieder "weggenickt" ist – da war es sehr schwer, ernst zu bleiben.

Was ist für dich der größte Unterschied zwischen TV, Theater und Werbung, die du ja auch sehr viel machst?

In der Werbung wird einfach unglaublich aufwendig gedreht. Ich erinnere mich, bei meinem ersten Spot für einen Schokoladenhersteller haben wir an einer Szene, die nachher knapp zwei Sekunden zu sehen war, circa sieben Stunden gedreht. Der ganze Dreh dauerte 17 Stunden - für einen 20-Sekunden-Spot! Im Theater ist es natürlich wunderbar, direkt eine Reaktion vom Publikum zu bekommen und nicht selten habe ich wirklich Gänsehaut beim Applaus. Im TV ist für mich das nicht-chronologische Drehen eine große Umstellung zum Theater. Und das Spielen mit so vielen verschiedenen Partnern in verschiedenen Situationen beziehungsweise Geschichten macht Riesenspaß.

Was war bisher deine liebste Rolle und was die Rolle, die du überhaupt nicht mochtest?

Auch wenn ich "Aufguss" bereits schon über 300 mal gespielt habe, macht mir die Rolle des "Alain" als Fitnesstrainer und Mathe-Dozent immer noch jede Menge Spaß und ich freue mich, von Mitte Dezember 2016 bis Mitte Januar 2017 das Stück noch einmal in Essen im Theater im Rathaus spielen zu können. Die Rolle des "Pierre" in "Der Vorname" habe ich ebenfalls unglaublich gern gespielt. Und ganz ehrlich, eine Rolle, die ich überhaupt nicht mochte, gab es bislang nicht.