Athletinnen trugen zu lange Hosen

Große Geste: Weltstar Pink will Skandal-Strafe für Beachhandballerinnen zahlen

26. Juli 2021 - 21:52 Uhr

"Ich bin sehr stolz"

Diese Bestrafung ist ein Skandal! Die Beachhandballerinnen aus Norwegen sind bei der EM in Bulgarien bestraft worden, weil sie zu lange Sporthosen trugen. Der zuständige Verband beanstandete "unangemessene Bekleidung". Im Kampf gegen das Tragen von knappen Bikinihöschen haben die Athletinnen jetzt eine prominente Unterstützerin. "Gut gemacht, Ladies", schreibt Pop-Weltstar Pink und ist kurzerhand bereit, die anberaumte Geldstrafe zu übernehmen.

Pink im Kampf gegen Sexismus

Das 10-köpfige Beachhandball-Team hatte die Disziplinarstrafe auf sich genommen, weil es sich weigerte, bei der EM Bikinihosen zu tragen. Aber bezahlen muss es diese jetzt wohl nicht.

"Ich bin sehr stolz auf das norwegische Frauen-Beachhandball-Team, weil sie gegen die sexistischen Regeln bezüglich ihrer 'Uniform' protestiert haben", schrieb der Popstar bei Twitter. "Der europäische Handballverband muss wegen Sexismus bestraft werden. Gut gemacht, Ladies. Ich zahle gerne die Bußgelder für euch", so Pink weiter.

Weitere prominente Unterstützung

Auch Tennis-Legende Billie Jean King meldete sich zur Unterstützung des norwegischen Teams zu Wort. Auf Twitter schimpfte King über die "Sexualisierung" von Sportlerinnen und wies darauf hin, dass männliche Handballer nicht die gleichen Regeln befolgen müssen.

"Das norwegische Frauen-Beachhandball-Team muss mit einer Geldstrafe rechnen, weil es Shorts statt Bikini-Hosen tragen will", sagte King. "Die Sexualisierung von Sportlerinnen muss aufhören."

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Auch vom norwegischen Handballverband gab es Unterstützung für das Team. Der Europäische Handballverband bleibt aber bei der Strafe wegen eines vermeintlichen Regelverstoßes: Wegen "unangemessener Bekleidung" sind 1500 Euro fällig. So oder so: Das Team hat ein Zeichen gesetzt und bleibt jetzt wohl nicht einmal auf der Geldstrafe sitzen. (lgr)