DTB-Auswahl erstmals seit 2007 wieder im Halbfinale

Auch ohne Zverev: Tennis-Herren im Davis Cup auf Heldenkurs

Sein Einzelsieg leitete die Wende ein: Jan-Lennard Struff
Sein Einzelsieg leitete die Wende ein: Jan-Lennard Struff
© Imago Sportfotodienst

30. November 2021 - 22:30 Uhr

Auf den Spuren von Becker und Stich

Erst zum zweiten Mal nach den glänzenden Zeiten von Boris Becker haben die deutschen Tennis-Herren im Davis Cup die Chance aufs Endspiel. Durch ein 2;1 gegen die favorisierten Briten zog das DTB-Team erstmals seit 2007 wieder ins Halbfinale ein – und das sogar ohne ATP-Weltmeister Alexander Zverev.

Struff, Krawietz und Pütz spielen groß auf

Dank eines starken Jan-Lennard Struff und eines grandiosen Doppels mit Kevin Krawietz und Tim Pütz drehte die Mannschaft von Bundestrainer Michael Kohlmann die Führung Großbritanniens. Nervenstark sorgten Krawietz und Pütz mit dem mitreißenden 7:6 (12:10), 7:6 (7:5) gegen Joe Salisbury und Neal Skupski für Jubel in der deutschen Box - in der coronabedingt weitestgehend leeren Olympiahalle in Innsbruck. Das Siegerduo holte im entscheidenden Tiebreak sogar einen 0:5-Rückstand noch auf.

Struff hatte zuvor mit einem 7:6 (8:6), 3:6, 6:2 gegen den Weltranglisten-Zwölften Cameron Norrie das vorzeitige Aus verhindert, nachdem Peter Gojowzyk chancenlos geblieben war. Die Deutschen reisen jetzt nach Madrid und treffen am Samstag auf die starken Russen oder Außenseiter Schweden.

Auch ohne Zverev läuft's

Nachdem die Jahre mit Becker und Stich zu Ende gegangen waren, stand eine deutsche Auswahl nur vor 14 Jahren im Halbfinale des prestigeträchtigen Länder-Wettkampfs. Der Sprung unter die Top Vier im veränderten Modus ist jetzt auch hoch anzurechnen, weil Weltklasse-Spieler Alexander Zverev fehlt. Der 24-Jährige hat keine Lust aufs neue Format und entschied sich gegen die Teilnahme. (dpa/mli)