Tierschutz-Organisation appelliert an Halter

Warum Sie Ihren Hund jetzt unbedingt anleinen sollten!

Die Stiftung "Vier Pfoten" bittet darum, dass Besitzer Ihre Hunde nur an der Leine ausführen.
Die Stiftung "Vier Pfoten" bittet darum, dass Besitzer Ihre Hunde nur an der Leine ausführen.
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22. März 2021 - 9:28 Uhr

Die Brut- und Setzzeit beginnt: Was Hundehalter jetzt beachten sollten!

Die Tierschutz-Stiftung "Vier Pfoten" ruft Hundehalter dazu auf, ihre Hunde ab jetzt anzuleinen – zumindest in bestimmten Gebieten. Der Grund: Die Brut- und Setzzeit heimischer Wildtiere hat begonnen. In dieser Zeit können freilaufende Hunde für einigen Schaden sorgen. Was Sie als Hundehalter jetzt beachten müssen, erfahren Sie hier.

Den Wildtieren zuliebe: Leinen Sie Ihre Hunde an!

Die sogenannte Brut- und Setzzeit dauert etwa von Mitte März bis Mitte Juli. Dann bekommen heimische Wildtiere wie Rehe, Hasen, Füchse, Enten, oder Singvögel ihre Jungen. Damit die Tiere und ihr Nachwuchs bei den Streifzügen freilaufender Hunde nicht gefährdet werden, ist es wichtig, dass Halter ihre Vierbeiner überall dort anleinen, wo Wildtiere vorkommen können – also in Wäldern, auf Wiesen, Äckern oder Feldern.

"Aber Vorsicht", mahnt Sarah Ross, Heimtierexpertin bei "Vier Pfoten" in einer Pressemitteilung der Tierschutzorganistation. "Auch angeleinte Hunde können an Feld-, Wald- und Wiesenrändern Jungtiere aufschrecken. Wir bitten darum, in dieser Zeit beim Spazierengehen besonders aufmerksam zu sein und den Hund, wenn nötig, an der kurzen Leine zu führen."

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Hund im Wald
Frei herumstreunende Hunde können Wildtiere im Wald stören oder verletzen.
© iStockphoto, Anna-av

Sachsen-Anhalt und Bremen: Leinenpflicht im Wald und auf Wiesen

In Sachsen-Anhalt gilt ab dem 15. März und bis Mitte Juli sogar eine Leinenpflicht! Dann müssen Hunde nach dem Landeswaldgesetz auf Feldern und Wiesen sowie im Wald grundsätzlich an der Leine geführt werden. "Während der Brut- und Aufzuchtzeit des Nachwuchses sind Vögel und andere wild lebende Tierarten besonders störempfindlich", sagte Umweltministerin Claudia Dalbert (Bündnis 90/Die Grünen) laut Mitteilung. Menschen, die ihre Hunde anleinen, leisten den Worten der Ministerin zufolge einen Beitrag zum Artenschutz und schützen die Kinderstube der wild lebenden Tiere.

Auch im Land Bremen gibt es ab dann eine solche Leinenpflicht für Hundehalter. Auf Wiesen, Feldwegen, Äckern und im Wald dürfen ihre Vierbeiner bis zum 15. Juli nicht frei herumlaufen.

Was tun, wenn mein Hund ein Wildtier verletzt?

Auch wenn Sie als Halter besonders vorsichtig sind: Viele Hunde haben eben doch einen starken Jagdinstinkt. Was kann man also tun, wenn der eigene Vierbeiner ein Wildtier verletzt oder gar getötet hat? Hier rät "Vier Pfoten", umgehend die Polizei zu kontaktieren. "Diese wendet sich an den zuständigen Förster oder eine Wildtierstation in der Nähe. So kann einem verletzten Wildtier eventuell noch geholfen werden."

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