Vogue-Chefin ohne Skrupel?

Anna Wintour: Vertrauter packt aus - „Ich war zu alt, zu übergewichtig, zu uncool"

Die Vogue-Chefin Anna Wintour wird für ihre gnadenlose Offenheit gefürchtet
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30. April 2020 - 8:55 Uhr

Anna Wintour: die gefürchtete Vogue-Chefin

Anna Wintour (70) gilt als eine der einflussreichsten und erfolgreichsten Frauen der Modebranche. Mit ihrem strengen Haarschnitt und ihrer gnadenlose Offenheit für Mode ist die US Vogue-Chefin eine gefürchteten Businessfrau. Diesen Eindruck bestätigt nun auch ein ehemaliger Vertrauter von Wintour.

Anna Wintour: Bringt ein Enthüllungsbuch ihr wahres Gesicht zum Vorschein?

Andre Leon Talley lässt in seinem Enthüllungsbuch kein gutes Haar an Anna Wintour.
Anna Wintour und Andre Leon Talley waren einst enge Freunde.
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Andre Leon Talley (70) war einst ein enger Vertrauter von Modequeen Anna Wintour. In seinem Buch "The Chiffon-Trenches", welches im September 2020 erscheint, lässt er jedoch kein gutes Haar an seiner ehemaligen Chefin und Freundin Anna Wintour. Talley und Wintour haben sich durch ihre gemeinsame Arbeit am Modemagazin Vogue kennengelernt. Doch 2018 zerbricht ihre jahrezehntelange Freundschaft. In seinem Buch schreibt er, dass er "zu alt, zu übergewichtig, zu uncool" für sie geworden sei. "Sie ist gegen alle Menschen immun, die keine Macht haben oder nicht berühmt sind", urteilt Talley. "Sie hat die Menschen zu ihren besten Freunden gemacht, die auf ihrem Gebiet die höchsten Positionen einnehmen. Serena Williams, Roger Federer, Mr. und Mrs. George Clooney sind für sie Freunde. Ich bin für sie nicht länger von Wert", berichtet er weiter.

Andre Leon Talley: „Ich wurde kommentarlos ausgetauscht"

Auch nach seiner Arbeit für das Magazin habe er noch auf dem roten Teppich Interviews für die Vogue gegeben. Doch bei der Met Gala 2018 wurde er kommentarlos ausgetauscht. Anna Wintour scheint also ihrem Ruf, der sie auch zum Vorbild für die fiese Chefin im Film "Der Teufel trägt Prada" machte, wieder gerecht zu werden. Klar ist: Die Freundschaft hat bei Talley "emotionale und psychologische Narben" hinterlassen.