6 Tipps für die Altersvorsorge

Damit die Rente mit 68 keine Rolle spielt

Je früher man mit der Altersvorsorge beginnt, umso besser.
Je früher man mit der Altersvorsorge beginnt, umso besser.
© picture alliance, Frédéric Cirou

11. Juni 2021 - 8:29 Uhr

Regierungsberater empfehlen Renteneintritt mit 68 Jahren

Die Rente scheint nicht mehr sicher. Zumindest könnte man das meinen, wenn man die Hiobsbotschaften der letzten Tage liest. So haben Regierungsberater erneut empfohlen, das Renteneintrittsalter anzuheben – auf 68 Jahre. Denn auf Dauer stehen zu viele Empfänger zu wenigen Beitragszahlern gegenüber, die Renten können nicht mehr finanziert werden. Umso wichtiger ist es, sich nicht mehr ganz auf die gesetzliche Rente zu verlassen und auch privat für das Alter vorzusorgen. Finanzexperten geben 6 Tipps, wie die gesetzliche Rente aufgebessert werden kann.

Aktien als Rente: Vorsorge mit Indexfonds

Geld in Aktienindexfonds anlegen – diesen Tipps hört man eigentlich von jedem Finanzexperten. "Mit 25 Euro im Monat ist man schon dabei", erklärt Finanztip-Chefredakteur Hermann-Josef Tenhagen. "Man kauft einen Aktienkorb, da sind 1500 unterschiedliche Firmen drin. Das macht aus disem Aktieninvestment eine deutlich weniger riskante Angelegenheit. Bei 1500 Firmen gibt es genug Firmen, die gut gelaufen sind", erklärt Tenhagen gegenüber RTL/ntv. Wichtig ist vor allem, dass das Investment langfristig angelegt ist und man das Geld in zum Beispiel 15 Jahren nicht benötigt. "Über längere Zeiträume haben wir eigentlich nur ordentliche Renditen", sagt Tenhagen.

Einfach und sicher geht es mit ETFs (Exchange Trade Fund). Was Sie dabei beachten müssen, erklärt Ihnen RTL-Finanzexpertin Carola Festl in diesem Artikel.

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Riester-Rente

Auch wenn die Riester-Rente schon länger umstritten ist und Verbraucherschützer sogar die Abschaffung fordern – an ihr führt derzeit kein Weg an ihr vorbei. Denn vom Staat gibt es einen Zuschuss. Im Allgemeinen sind Riester-Banksparpläne für alle Altersklassen geeignet. Riester-Fondssparpläne sollte man aber eher bis Mitte 30 abschließen. Ab Mitte 30 bis Ende 40 empfiehlt sich eine klassische Riester-Rentenversicherung für diejenigen, die ein sicheres und langfristiges Einkommen haben. Denn diese Form der Vorsorge hat den Vorteil, dass von Anfang an eine Mindestrente feststeht.

Nicht zu empfehlen sind laut Finanztest dagegen Riester-Fondspolicen, da diese häufig mehr Kosten mit sich bringen und dafür keine Rentenauszahlung auf Basis einer Mindestverzinsung bieten.

Wohn-Riester

Geeignet ist dieses Modell für alle, die ein Eigenheim kaufen wollen (über Darlehen und Kredite) oder noch über einen Bausparvertrag darauf sparen. Hierbei handelt es sich im Prinzip um eine indirekte Rente, da man keine Miete zahlt und daher spart. Hierbei bekommen Mütter höhere Zulagen, auch während der Eltern- oder Pflegezeit. Für Besserverdienende kann diese Variante auch steuerliche Vorteile bringen. Allerdings gilt hier: Das Wohneigentum muss auch selbst genutzt werden.

Betriebsrente

Die Betriebsrente ist sinnvoll für festangestellte Arbeitnehmer, aber nur wenn der Arbeitgeber mit einzahlt. Bei der Auswahl des Anbieters hat die Arbeitnehmerin nichts zu entscheiden, das bestimmt der Arbeitgeber, meist gemeinsam mit dem Betriebsrat. Dabei gibt es fünf Varianten der Altersvorsorge: Direktversicherungen oder Pensionsfonds, Pensionskasse, Unterstützungskasse und eine Direktzusage. Laut 'Finanztest' gibt es die höchsten garantierten Renten bei Direktversicherern wie Europa; Interrisk, WGV und der Hannoverschen.

Private Rente

Es gibt viele Arten privater Rentenversicherungen. Grundsätzlich gibt es zwei gängige Modelle. Einmal die klassische private Rente ohne Fonds und einmal die mit Fonds. Dabei gilt, dass die erste Variante besser planbar ist, denn bei dem klassischen Modell ist eine garantierte Mindestverzinsung (1,75 Prozent vor Kosten) drin. Die besten Tarife für eine klassische private Rentenversicherung sind laut 'Finanztest' bei Debeka und Huk24 zu finden. Bei Interrisk müssen bei der Flexibilität Abstriche gemacht werden. Bei der fondsgebundenen Variante schnitten die Tarife FR3 von der Hannoverschen Leben und der SFRV der Interrisk im 'Finanztest' mit gut ab.

Rürup-Rente

Die Rürup-Rente wird wie die Riester-Rente vom Staat gefördert. Diese Form ist allerdings nur für langfristig gut verdienende Freiberufler und Selbstständige geeignet. Bei 'Finanztest' wurden die Angebote für eine klassische Rürup-Versicherung von Debeka, Europa, Hannoversche, Huk24 und Huk-Coburg am besten bewertet.

Zu den verschiedenen Renten-Modellen gibt es zusätzlich flexible und ergänzende Wege, etwas Geld für später zur Seite zu legen. Darunter fallen beispielsweise risikoarme Sparmodelle wie Tagesgeld, Festgeld und Sparbriefe, sowie Banksparpläne. (aze)

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