Allergische Reaktion nach Lippenaufspritzen: Sally Roberts erleidet Höllenqualen

Sally Roberts Lippeninjektion geht schief

Sie wollte nur etwas voluminösere Lippen. Doch die Entscheidung zum Lippenaufspritzen sollte Sally Roberts aus Wrexham in Wales schnell bereuen: Ihre Lippen sind nach dem Eingriff förmlich explodiert. Fotos teilt sie als Warnung bei Facebook. Sie können sich die Bilder im Video ansehen. Außerdem verraten wir Ihnen, welche Risiken eine Lippeninjektion generell mit sich bringt.

Lippen wurden so dick, dass Sally Roberts nicht mehr reden konnte

Für Sally Roberts war das der letzte kosmetische Eingriff.
Für Sally Roberts war das der letzte kosmetische Eingriff.
Facebook/Sally Roberts

Sally Roberts ließ den Eingriff von einer "qualifizierten Krankenschwester eines angesehenen Salons" vornehmen, schreibt sie bei Facebook. Ein Milliliter wurde ihr in die Lippen gespritzt – eine herkömmliche Dosis. Zunächst war alles gut, doch über Nacht begann das Horror-Szenario: Ihre Lippen schwollen an. Erstmal nichts Ungewöhnliches unmittelbar nach dem Spritzen. Doch sie wurden immer dicker und dicker. So dick, dass sie nicht mehr essen, trinken oder sogar sprechen konnte.

Tagelang kämpfte sie mit den Schmerzen ihrer "steinharten, rissigen, sich schälenden Lippen"

"Ich erlitt Höllenqualen und als sie weiter anschwollen, riet mir mein Hausarzt direkt in die Notaufnahme zu fahren, weil er einen anaphylaktischen Schock vermutete." In der Notaufnahme stellten die Ärzte fest, dass Sally eine allergische Reaktion erlitt. Tagelang kämpfte sie mit den Schmerzen ihrer "steinharten, rissigen, sich schälenden Lippen". Außerdem trat eine klare Flüssigkeit aus den Bläschen auf ihren Lippen. Sally Roberts bekam von den Ärzten Antibiotika, Steroide, Antihistaminika und schmerzlindernde Präparate. An Tag vier dann die Erleichterung: Die Medikamente schlugen endlich an und ersparten ihr einen Krankenhausaufenthalt. Auch ihre Lippen begannen nach dem Leidenszyklus abzuschwellen. Dennoch: Ihre Lippen seien noch "jenseits von normalaussehend", schreibt sie bei Facebook.

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Wie funktioniert Lippenaufspritzen?

Lippen aufspritzen
Lippenaufspritzen ist mit einigen Risiken verbunden.
iStockphoto
  • Die sogenannte Lippenunterspritzung wird durch eine sehr feine Nadel vorgenommen. In der Regel werden Patienten vor dem Eingriff betäubt, um Schmerzen vorzubeugen.
  • Die Füllmenge ist abhängig davon, ob Ober- und Unterlippe vergrößert werden sollen und um wie viel größer das Ergebnis gewünscht ist.
  • Viele Kliniken bieten Botox oder Filler in Gelform an, die Hyaluronan enthalten. Die Füllsubstanz kann aber auch aus körpereigenen Stoffen gewonnen werden: beispielsweise Eigenfett, Hyaluronsäure, Kollagen oder Polymilchsäure.

Wichtig ist, in jedem Fall vor dem Eingriff ein ärztliches Beratungsgespräch zu führen, um Risiken abzuwägen und eventuelle Allergien zu berücksichtigen.

Mit welchen Risiken und Komplikationen muss ich rechnen?

  • Wer eine Lippenunterspritzung vornimmt, muss mit kleinen Blutungen, Schwellungen und Rötungen der Lippen rechnen. Zu beachten ist: Das sollte spätestens nach wenigen Tagen von alleine abklingen.
  • Gefährlich wird es, wenn das Lippengewebe mit allergischen Abwehrreaktionen reagiert. Wer Hyaluronsäure oder Kollagen verwendet, dem sei geraten, vorher einen Allergietest zu absolvieren. Im schlimmsten Fall, wenn der zugeführte Stoff nicht vertragen wird, kann es zu einem anaphylaktischen Schock oder Entzündungen kommen, wie im Falle von Sally Roberts. Suchen Sie in diesem Fall auf jeden Fall ärztliche Hilfe auf.
  • Neben den medizinischen kann es auch zu ästhetischen Komplikationen kommen. Es kann passieren, dass sich die Füllmenge nicht optimal in den Lippen verteilt und das Ergebnis asymmetrisch wird – Stichwort Entenschnabel und Schlauchbootlippe.
  • Außerdem bemängeln Patienten oft zu geringe oder zu extreme Korrekturen. Nach wenigen Wochen kann eine Nachbehandlung stattfinden, um das Ergebnis auszugleichen.