Der Mensch trägt Schuld

Inzucht! Diese Zebras haben Punkte statt Streifen

Gepunktetes Zebra bringt Safari-Guide zum Staunen.
© Mutuma Untamed/Facebook

30. Januar 2021 - 9:13 Uhr

Zebras mit Flecken und Gold-Fell

Jedes Kind weiß: Zebras sind schwarz-weiß gestreift. So einfach kann man das aber wohl nicht mehr sagen. In Afrika haben Forscher über mehrere Jahre Zebras mit Flecken oder mit gold-weißem Fell beobachtet. Und diese Entwicklung hat einen traurigen Grund und könnte zum Aussterben der Tiere führen.

Inzucht bedroht die afrikanischen Zebras

Die University of California hat eine DNA-Analyse von 140 afrikanischen Zebras aus neun Nationalparks durchgeführt. Und die zeigt, dass immer mehr Zebras mit Punkten statt Streifen geboren werden. Das ist eine Folge von Inzucht wegen verkleinerter Herden und schrumpfenden Lebensräumen – beeinflusst vom Menschen, beispielsweise durch den Bau von Zäunen, Straßen und Gebäuden. Dadurch werden die Tiere in kleinere Gebiete gezwungen und daran gehindert, dass sie sich mit anderen Herden mischen, was für die genetische Vielfalt wichtig wäre.

Laut National Geographic sind etwa 500.000 einfache Zebras in Afrika von der Einschränkung des Lebensraums durch Menschen betroffen.

Das kann dramatische Folgen haben: Ein Mangel an genetischer Vielfalt kann zu genetischen Defekten, Krankheiten und Unfruchtbarkeit führen. Letzendlich könnte das zum Aussterben von Zebras führen.

Ähnliche Beobachtungen auch bei Giraffen

Auch bei Giraffen wurden bereits genetische Veränderungen festgestellt. Die Giraffe Conservation Foundation hat mit dem Smithsonian Conservation Biology Institute eine Studie zum Zwergwuchs bei Giraffen veröffentlicht, die von Eltern in Gefangenschaft geboren wurden.

Das Team stellte fest, dass der Nachwuchs verkürzte Vorderbeine und eine andere Halslänge hat als normal.