Liga der Supersportwagen ab sofort bei NITRO

Das müssen Sie über das ADAC GT Masters wissen

18. Mai 2021 - 17:08 Uhr

Von Ludwig Degmayr

Neben der Formel 1 startet bei der Mediengruppe RTL ab dem kommenden Wochenende eine weitere Rennserie aus der ersten Reihe. Auf NITRO läuft das ADAC GT Masters, die Liga der Supersport-Wagen. Vor dem ersten Saisonrennen in Oschersleben erklären wir Ihnen, was Sie zum ADAC GT Masters wissen müssen.

Welche Autos werden verwendet?

Wie bereits erwähnt werden Supersport-Wagen eingesetzt. Das bedeutet, dass die Hersteller ihre schnellsten hauseigenen Flitzer aus der Serie einsetzen. Dabei gibt es eine riesige Vielfalt an Teilnehmern. Folgende Marken und Modelle sind vertreten:

  • Mercedes - AMG GT3
  • BMW - M6 GT3
  • Audi - R8 LMS GT3
  • Lamborghini - Huracan GT3 Evo
  • Porsche - 911 GT3 R
  • Chevrolet - Corvette C7 GT3-R
ADAC GT Masters, Testfahrten Oschersleben 2021 - Foto: Gruppe C Photography
Unterschiedliche Konzepte = ganz viel Abwechslung. Dieses Versprechen gibt das ADAC GT Masters.
© Gruppe C Photography, Gruppe C GmbH

Worin unterscheiden sich die Autos von den Serienwagen?

Bei allen Wagen kommt in der Fahrzeugbezeichnung "GT3" vor, denn nach diesem Konzept sind die Autos aufgebaut. Das steht für Gran Tourismo und bedeutet sinngemäß übersetzt Langstrecke. Von der Serie unterscheiden sich die Boliden in einigen Punkten. Zunächst einmal besitzen sie deutlich mehr Aerodynamik als ihre Schwestern aus der Serie, das heißt deutlich größere Heckflügel, Diffusoren und Spielereien an der Verkleidung. Zudem sind die Autos fast eine ganze Tonne leichter als im Verkauf, da sämtliche nicht der Geschwindigkeit dienliche Extras wie Sitze oder Klimaanlage ausgebaut wurden.

Bei der Motorleistung werden die Renner sogar etwas beschnitten, um leichtere und damit fahrbarere Triebwerke verbauen zu können. Trotzdem kommen die Boliden auf etwa 550 bis 600 PS.

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ADAC GT Masters, 3. + 4. Rennen Nürburgring 2020 - Foto: Gruppe C Photography
Nah an der Serie und trotzdem reinrassige Rennwagen: Der Porsche (links) unterscheidet sich gegenüber Serienfahrzeugen vorne (hier ein "normaler" Audi R8 als Safety Car) vor allem durch eine Tieferlegung und einen massiven Heckflügel.
© Gruppe C, Gruppe C / Tim Upietz, TU

Besteht Chancengleichheit zwischen den Herstellern?

Ein BMW M6 ist ein schnelles Auto, aber hat doch gegen einen Lamborghini Huracan keine Chance, oder? Falsch gedacht, denn hier hat sich das GT-Masters etwas einfallen lassen. Die sogenannte Balance of Performance gleich die Autos nämlich an. Fahrzeughöhe, Gewicht und Motorenleistung werden so angepasst, dass alle auf einem ähnlichen Level sind, ohne dem Fahrzeug dabei seine Stärken zu nehmen. Die amerikanische Corvette bleibt also das Topspeed-Monster, während der flache R8 mit seinem Handling in den Kurven besticht.

Um das Beispiel vom Beginn noch einmal heranzunehmen: Der M6 bekommt nur 15 Kilo Zusatzgewicht, während der schlanke Lambo satte 95 Kilo als Rucksack bekommt. Einer Zweiklassengesellschaft wie in anderen Rennserien wird damit vorgebeugt, spannende Rad-an-Rad-Kämpfe sind stattdessen an der Tagesordnung.

ADAC GT Masters, 7. + 8. Lauf Sachsenring 2020 - Foto: Gruppe C Photography; #10 BMW M6 GT3, Schubert Motorsport: Henric Skoog, Jesse Krohn
Auch wenn der BMW (vorne) etwas klobiger wirkt, kann er dank der Balance of Performance (BoP) mit Lamborghini und Co. locker mithalten.
© Gruppe C, Tim Upietz, Gruppe C Photography, TU

Wie sieht ein Rennwochenende aus und was sind die Regeln beim Rennen?

An einem Rennwochenende werden zwei Rennen mit einem jeweils separaten Qualifying ausgetragen. Anstatt einer bestimmten Rundenzahl gehen die Rennen jeweils 60 Minuten lang. Im Gegensatz zu Formel 1 wird aus der Fahrt heraus in Zweierreihen gestartet. Apropos zwei: Das GT-Masters ist ein echter Teamsport, denn zwei Fahrer teilen sich das Auto. Ein Pilot fährt den Start und die Rennhälfte, ehe er während des geöffneten Boxenstoppfensters an seinen Stallgefährten übergibt.

Damit es beim Wechsel zu keiner Hektik kommt und wichtige Dinge wie das Anschnallen vergessen werden, darf ein Stopp nicht kürzer als 65 Sekunden sein. Außerdem ist es nur zwei Mechanikern erlaubt, während des Services am Auto zu arbeiten.

Welche Serien fahren im Rahmen des GT Masters?

Das ADAC GT Masters hat vier feste Rahmenserien im Programm. Herauszuheben sind hier zum einen die Formel 4 und zum anderen die GT4. Während die F4 die Nachwuchsserie für Einzelsitzer á la Formel 1 ist, bildet die GT4 den Startpunkt für den GT-Sport. Hier treten wie in der F4 insbesondere junge Fahrer an.

Außerdem fährt die Tourenwagen-Serie TCR Germany an den Wochenenden. Zu den genannten Kategorien gesellen sich je nach Rennstrecke regionale Serien.

03.07.2015 - ADAC GT-Masters Weekend auf dem Lausitzirng. ADAC Formel 4 - Mik Schumacher ADAC GT-Masters Weekend auf dem Lausitzirng03 07 2015 ADAC GT Masters Weekend on the Lausitzirng ADAC Formula 4 Mik Schumacher ADAC GT Masters Weekend on the Lau
Auch auf die Rahmenserien sollte ein Auge geworfen werden, denn hier starten die Stars von morgen. Vor allem die Formel 4 ist ein Sprungbrett nach oben, denn auch Mick Schumacher (Bild) fuhr in der Serie.
© imago/Aswendt, imago sportfotodienst

Wo wird gefahen?

Das Herz des GT-Masters schlägt in Deutschland. Neben Besuchen auf Traditionsstrecken wie dem Nürburgring und Hockenheim sind gleich drei ostdeutsche Strecken im Programm. Außerdem geht es noch nach Österreich zum Red Bull Ring und in die Niederlande, wo auf der Strecke in Zandvoort gefahren wird. Hier noch einmal der Rennkalender im Überblick:

  • Oschersleben / Deutschland 16.05.2021
  • Spielberg / Österreich 13.06.2021
  • Zandvoort / Niederlande 11.07.2021
  • Nürburgring / Deutschland 08.08.2021
  • Lausitzring / Deutschland 12.09.2021
  • Sachsenring / Deutschland 03.10.2021
  • Hockenheim / Deutschland 24.10.2021
zandvoort 2020
Einmal Urlaub an den Dünen in Holland bitte! Das GT Masters macht auch in Zandvoort Halt.

Wo und wie kann ich das GT Masters und die anderen Serien verfolgen?

Hier gibt es gleich eine gute Nachricht für alle Motorsportfans: Sowohl das ADAC GT Masters als auch die Rahmenserien können Sie live und kostenlos verfolgen. Ab dem Saisonstart vom 14. bis 16. Mai 2021 in der Motorsport Arena Oschersleben überträgt NITRO samstags und sonntags jeweils im TV. Ab 16 Uhr beginnt mit dem Countdown die Einstimmung auf die 60-minütigen Rennen. Eine ausführliche Rennanalyse liefern die Highlights im Anschluss der Siegerehrung jeweils ab 17.45 Uhr.

Die Rahmenserien Formel 4, GT4 und TCR Germany sehen Sie im kostenlosen Livestream auf TV NOW. Weitere Informationen rund um das ADAC GT Masters und die anderen Klassen finden Sie ab sofort unter www.nitro-tv.de.

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