Einsamkeit und finanzielle Sorgen

Junge Leute und Corona – viele haben Angst vor der Zukunft

ACHTUNG: SPERRFRIST 8. DEZEMBER 00:01 UHR. FREI FÜR ZEITUNGSAUSGABEN AM DIENSTAG - ARCHIV - 18.05.2020, Hessen, Frankfurt/Main: Schülerinnen und Schüler eines Gymnasiums  gehen vor dem Schulgebäude und tragen dabei Masken. (Zu dpa "Jugendliche forder
Coronavirus - Jugendliche
ade bsc wst, dpa, Arne Dedert

Viele junge Menschen erleben die Zeit als psychische Belastung

Die Corona-Pandemie stellt uns Menschen auf eine harte Geduldsprobe. Besonders belastend ist die Krise, wenn ohnehin ein Übergang ansteht – etwa ins Studium oder in den Beruf. Viele junge Menschen, also im Sinne des Sozialgesetzbuchs Leute unter 27 Jahren, erleben die Zeit als große psychische Belastung. Das geht aus einer bundesweiten Studie hervor.

Mehr als 7.000 junge Menschen haben an der Umfrage teilgenommen

Noch ist kein Ende der Pandemie in Sicht, für viele junge Menschen eine schwierige Phase. Knapp 46 Prozent der bundesweit befragten 15- bis 30-Jährigen stimmten der Aussage voll beziehungsweise eher zu, Angst vor der Zukunft zu haben. Besonders junge Menschen, die nicht mehr zur Schule gehen, klagten über Einsamkeit, finanzielle Sorgen und andere Nöte.

Das sind erste Ergebnisse der Studie „JuCo2“ des Forschungsverbunds „Kindheit – Jugend – Familie in der Corona-Zeit“. Mehr als 7.000 Jugendliche und junge Erwachsene beantworteten Online-Fragebögen von Wissenschaftlern der Universitäten Hildesheim und Frankfurt.

Junge Menschen fühlen sich nicht gehört

Bereits im Frühjahr, zu Beginn der Corona-Krise, hatte eine erste Studie des Forschungsverbundes ergeben, dass sich viele junge Leute mit ihren Sorgen nicht gehört fühlten. Sie hätten weiterhin den Eindruck, dass ihre Bedarfe von der Politik nicht wahrgenommen würden, teilten die Hochschulen am Donnerstag mit.

Über 1.400 Teilnehmer nutzten die Möglichkeit, eigene Kommentare zu formulieren. „Jugendliche wollen mitbestimmen – auch in der Corona-Zeit. Sie haben wichtige Ideen zur Umsetzung unterschiedlicher Maßnahmen in ihrem Alltag“, so Jugendforscherin Johanna Wilmes von der Uni Frankfurt.