Ermittler vermuten Notwehr

Kölleda: 61-Jähriger von Lebensgefährtin erstochen - warum Franziska W. schon wieder auf freiem Fuß ist

Warum musste Unternehmer Andreas O. ( 61 ) sterben?
Warum musste Unternehmer Andreas O. ( 61 ) sterben?
www.a-oxfort.de

Montagmorgen (16. Januar) fand die Polizei die Leiche von Unternehmer Andreas O. in einem Einfamilienhaus im thüringischen Kölleda. Offenbar wurde er erstochen. Die Polizei nahm seine Lebensgefährtin Franziska W. als Verdächtige fest. Doch wenig später kam sie schon wieder auf freien Fuß. Was hat sich in dem kleinen Haus in Kölleda zugetragen?

Staatsanwaltschaft geht von Notwehr aus

Franziska W. (33) war Lebensgefährtin und Angestellte des Opfers.
Franziska W. (33) war Lebensgefährtin und Angestellte des Opfers.
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Warum musste Unternehmer Andreas O. sterben? Die Staatsanwaltschaft scheint überzeugt: Die Frau erstach den Mann aus Notwehr, wie sie am Dienstag mitteilte. Franziska W. habe selbst über Notruf die Polizei informiert. Deshalb wurde sie nach ihrem Verhör wieder aus der Haft entlassen. „Wer in Notwehr handelt, handelt gerechtfertigt und daher nicht rechtswidrig,“ heißt es weiter in der Mitteilung.

Nachbarn hörten das Paar oft streiten

Angaben über die Beziehung der beiden wollte die Staatsanwaltschaft nicht machen. Nachbarn berichten von Streitigkeiten, die es öfter zwischen dem Paar gegeben haben soll. Der Erfurter Unternehmer Andreas O. führte seit 1993 ein erfolgreiches Heizungsbau-Unternehmen, bei dem auch Franziska W. gelernt habe und angestellt gewesen sein soll.

Die mutmaßliche Täterin habe einen achtjährigen Sohn. Dieser sei zum Tatzeitpunkt bei seinem leiblichen Vater gewesen. Auch er sei in der Firma von Andreas O. beschäftigt. Zu den weiteren Hintergründen der Tat, ermittelt jetzt die Mordkommission. Am Dienstag muss sich Franziska W. vor einem Haftrichter verantworten. (jjä)