Gesund, glutenfrei, zuckerarm3 leckere Rezepte bei Hashimoto-Thyreoiditis

Hashimoto-Rezept
Hashimoto-Thyreoiditis-Patienten tun bestimmte Speisen gut, zum Beispiel Salat mit Walnüssen und Birne.
iStockphoto

Von Isabel Michael
Bei vielen Patienten mit einer chronischen Entzündung der Schilddrüse (Hashimoto-Thyreoiditis) reicht die alleinige Behandlung mit Schilddrüsenhormonen nicht aus, um nachhaltig eine Besserung der Symptome zu erfahren. Meist hilft in solchen Fällen eine angepasste Ernährung weiter. Im neuen Buch „Happy Hashimoto – Das Kochbuch“* 🛒 von Yavi Hameister und Dr. Simone Koch finden Patienten 75 leckere und gesunde Rezepte. Wir stellen Ihnen drei davon vor.

Salat mit karamellisierten Walnüssen, Birne und Feta (1 Portion)

Dieser Salat ist ideal als Snack zwischendurch oder auch als Vorspeise geeignet. Er ist süß und herzhaft zugleich und bietet so ein tolles Geschmackserlebnis.

Sie benötigen:

  • 200 g Feldsalat

  • 1 EL Erythrit

  • 1 Handvoll Walnusskerne

  • ½ Birne

  • 20 bis 30 g Feta oder Ziegenkäse

  • 1 EL Hefeflocken und/oder Hanfnüsse

  • Dressing nach Belieben

So geht es:
Zunächst waschen Sie den Feldsalat und lassen diesen abtropfen. Dann verschmelzen Sie das Erythrit in einer heißen Pfanne und geben die Walnüsse dazu. Das Ganze rühren Sie dann, bis die Nüsse eine goldbraune Farbe annehmen. Anschließend waschen Sie die Birne, entkernen diese und schneiden sie in schmale Streifen. Dann zerbröseln Sie noch den Feta in einen extra Behälter. Nun können Sie schon den Salat anrichten, indem Sie alle Zutaten auf den Teller verteilen, mit den Hefeflocken bestreuen und Ihr Lieblingsdressing darüber träufeln.

Rava Dosa (3 Portionen)

Dieses Hauptgericht stammt aus Indien und ist eine tolle Hauptmahlzeit für alle Liebhaber der indischen Küche. Da Koriander bekanntlich die Gemüter spaltet, kann der auch getrost weggelassen oder durch Petersilie oder Dill ersetzt werden.

Sie benötigen:

Für den Teig:

  • 225 ml Kokosmilch

  • 100 g Maniokmehl

  • ½ EL Flohsamenschalen

  • 100 g Reismehl oder Reisgries

  • 1 Ei ½ TL gem. Kreuzkümmel

  • ½ TL Salz Butterschmalz zum Braten

Für die Füllung:

  • 1 Zwiebel

  • 2 Knoblauchzehen

  • 2 cm frischer Ingwer

  • 200 g Tomaten

  • 200 g Zucchini

  • 2 Frühlingszwiebeln

  • 2 TL Kokosöl

  • 1 TL Currypulver

  • 1 TL Garam Masala

  • Salz

  • 1 Bund frischer Koriander

  • 50 g Feta

So funktioniert es:
Zunächst geben Sie alle Teigzutaten in eine Schüssel und verrühren diese gründlich mit einem Schneebesen, bis eine glatte Masse entsteht. Dann geht es an die Füllung. Dazu schälen Sie Zwiebeln, Knoblauch und Ingwer, bevor Sie diese Zutaten klein hacken. Die Frühlingszwiebeln werden dann in Ringe geschnitten. Jetzt waschen und würfeln Sie Zucchini und Tomaten. Anschließend erhitzen Sie das Kokosöl in einer Pfanne, geben Zwiebeln, Knoblauch, Ingwer, Currypulver und Garam Masala hinzu und braten die Mischung für 2 bis 3 Minuten. Jetzt kommen Tomaten, Zucchini und die Frühlingszwiebeln dazu. Das Gemüse garen Sie noch einmal 8 Minuten lang und schmecken es mit Salz ab. Nun waschen, trocknen und hacken Sie den Koriander klein und zerbröseln den Feta.

Erhitzen Sie im nächsten Schritt 1 TL Butterschmalz in einer Pfanne und gießen Sie dann 1/3 des Teigs hinein, bis dieser zu einem Fladen verlaufen ist. Backen Sie die Fladen jeweils von beiden Seiten goldbraun und wiederholen Sie den Vorgang dann für den restlichen Teig. Sind die Fladen fertig, werden sie nur noch mit dem Gemüse, dem Koriander und dem Feta garniert.

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Iced-Reis-Bruchschokolade (1 kleine Form)

Für den Schokohunger zwischendurch sind diese schnell gemachten Riegel perfekt geeignet. Und Sie benötigen nur wenige Zutaten, um sie herzustellen.

Sie brauchen:

  • 60 g Kokosöl

  • 40 g Rohkakao

  • 30 bis 40 g Süßungsmittel (am besten flüssiges, z. B. Tapiokasirup oder Kokosblütensirup, alternativ pulverisierter Erythrit)

  • 4 Reiswaffeln oder 20 bis 30 g Reis-Pops

So geht es:
Zerlassen Sie das Kokosöl in einem Topf und geben Sie das Kakaopulver mit Ihrem gewählten Süßungsmittel dazu. Wichtig dabei ist, dass die Temperatur nicht zu hoch ist und Sie die Mischung durchgängig rühren, bis eine homogene Masse entsteht. Dann müssen Sie nur noch die zerkleinerten Reis-Pops oder Reiswaffeln einrühren. Jetzt gießen Sie die Masse in eine flache Form und stellen diese für mindestens 30 Minuten ins Gefrierfach. Danach können Sie ganz einfach die Riegel heraus schneiden.

Welche Ernährungs-Regeln liegen den Rezepten zugrunde?

Hameister und Koch konzentrieren sich vor allem darauf, Hashimoto-Patienten eine entzündungshemmende Ernährung zu vermitteln. Denn schließlich führt gerade die chronische Entzündung der Schilddrüse oft zu den unangenehmen Symptomen. Das sind die 4 wichtigsten Ernährungs-Prinzipien, die Betroffene beachten sollten:

  • Glutenfrei

Bei Gluten handelt es sich um ein Stoffgemisch, das als Speicherprotein für Pflanzen dient. Es kommt in vielen verschiedenen Getreidesorten vor, wie Dinkel, Roggen, Weizen oder Gerste. Da viele Patienten eine deutliche Besserung ihrer Symptome bemerken, wenn sie auf Gluten verzichten, sind alle Rezepte frei von Gluten.

  • Kein Industriezucker

Zucker lässt den Blutzuckerspiegel schnell ansteigen. Ein erhöhter beziehungsweise stark schwankender Blutzuckerspiegel kann Entzündungsprozesse im Körper fördern. Aufgrund dessen und angesichts vieler weiterer gesundheitlicher Nachteile, die Zucker so mit sich bringt, sind die Rezepte frei von Industriezucker. Selbst Zuckeralternativen wie Ahornsirup, Honig oder Obst werden nur sparsam eingesetzt, da diese natürlichen Zucker ebenso wie herkömmlicher Industriezucker auf den Körper wirken. Es werden daher öfter Alternativen wie Stevia oder Erythrit empfohlen. Diese haben zudem auch noch viel weniger Kalorien als Zucker.

  • Carb Control

Low Carb steht bei den Rezepten glücklicherweise nicht auf dem Plan, jedoch Carb-Control. Das heißt, die Kohlenhydratmenge wird im Auge behalten. Idealerweise sollten nicht mehr als 150 Gramm Kohlenhydrate am Tag aufgenommen werden. Der Grund dafür ist, dass der Blutzuckerspiegel durch die Aufnahme von Kohlenhydraten stark schwankt. Zudem kann es zu Erschöpfung, Konzentrationsschwierigkeiten und Heißhunger kommen. Einen weiteren Pluspunkt hat die kohlenhydratarme Ernährung außerdem: Es ist leichter Gewicht zu verlieren, denn kohlenhydratreiche Lebensmittel sind oft sehr kalorienreich. Kohlenhydrate sollten Autorin Koch zufolge immer mit genügend Eiweiß und guten Fetten kombiniert werden. Reiswaffeln also besser nicht pur essen, sondern beispielsweise mit einem leckeren Avocadoaufstrich oder mit Ei. Das hält auch länger satt.

  • Keine Milch

Da 50 Prozent aller Hashimoto-Patienten auf das Alpha-1-Casein in der klassischen Kuhmilch reagieren, kommen die Rezepte ohne Milch aus. Milchprodukte wie Käse oder Feta sollten nur in Maßen und bei guter Verträglichkeit verzehrt werden.

Wenn Sie zusätzlich unter einer Unverträglichkeit – zum Beispiel Histaminintoleranz oder Fruktoseintoleranz - leiden, sollten Sie Ihren Ernährungsplan natürlich dementsprechend anpassen.

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