Strafenkatalog neu interpretiert

20.000 Pfund Strafe: Wenn Briten ihre Hunde vegetarisch ernähren

Wer zum Vegetarier oder Veganer wird, möchte oft, dass das Haustier die Ernährungsweise übernimmt. Doch ist das überhaupt gesund für Hunde?
Wer zum Vegetarier oder Veganer wird, möchte oft, dass das Haustier die Ernährungsweise übernimmt. Doch ist das überhaupt gesund für Hunde?
© iStockphoto, Michael Pettigrew

20. Oktober 2021 - 7:15 Uhr

Tier-Gesetz soll Sicherheit der Hunde regeln

Schon seit 2006 gibt es in England ein Gesetz, das die Ernährung von Hunden regelt. Der "Animal Welfare Act" legt fest, dass Besitzer ihren Tieren "angemessenes" Futter geben. Eine vegetarische Ernährung sei bei Hunden sehr schwierig. Daher droht Haltern bei dem Versuch jetzt eine hohe Geldstrafe.

Vegetarische Ernährung sei bei Hunden schwierig

Der Animal Welfare Act" legt keine spezifische Ernährung von Hunden fest, doch Daniella Dos Santos von der britischen Tierärzte-Verband erklärt, warum das Gesetz jetzt trotzdem greift. "Laut des Gesetzes sind Halter verpflichtet, ihren Tieren ein angemessenes Futter zu geben", so Dos Santos gegenüber dem Online-Portal "Ladbible". "Wenn die eigene Essensvorstellung in einer vegetarischen Ernährung endet, ist das natürlich in Ordnung. Aber diese Ernährung ist nicht für Hunde gemacht."

20.000 Britische Pfund, umgerechnet 23.700 Euro, drohen Hunde-Haltern, wenn sie gegen das Gesetz verstoßen.

Nur unter tierärztlicher Aufsicht möglich

Generell sei es möglich, Hunde vegetarisch zu ernähren. Weil die Tiere schon seit Hunderten von Jahren an der Seite von Menschen leben und deren Nahrung und Reste davon ebenfalls essen, ist es ihnen möglich, auch vegetarische Kost zu verdauen. Was genau Halter alles beachten müssen, wenn sie ihr Tier vegetarisch ernähren wollen, haben wir hier aufgelistet.

"Es ist theoretisch möglich, aber es geht viel häufiger schief, als das es gut funktioniert", erklärt Daniella Dos Santos. Und weiter: "Man müsste es unter der Aufsicht eines Tierarztes machen."

Hunde könnten schwerwiegende gesundheitliche Folgen davontragen, wenn sie nicht die Nährstoffe bekämen, die sie brauchen. Der "Animal Welfare Act" sei daher wichtig, um das Wohlergehen der Tiere zu sichern. Darin sind auch die artgerechte Haltung und der richtige Umgang mit den Tieren geregelt. (lra)