10 Tipps: So sparen Sie Heizkosten

Heizung und Warmwasser machen etwa 90 Prozent des Energieverbrauchs im Haus aus. Mit diesen zehn Tipps können Sie den Energieverbrauch drosseln - und durch geringere Heizkosten bares Geld sparen.

Heizungsanlage erneuern

Was zunächst teuer klingt, kann sich auf Dauer lohnen: Eine morderne Heizungsanlage verbraucht bis zu 40 Prozent weniger Energie als eine alte Anlage. Grundsätzlich gilt: Anlagen, die älter sind als 15 Jahre, sollten ausgetauscht werden. Durch die große Energieeinsparung haben Sie das Geld für die neue Anlage nach wenigen Jahren wieder raus. Empfehlenswert sind Erdgas-Brennwertgeräte: Sie nutzen die Wärme des Abgases und arbeiten somit höchst effizient. Für Solarwärme- und Biomasseanlagen gibt es außerdem Geld vom Staat.

Temperatur senken

Durch die Temperaturabsenkung um nur ein Grad sparen Sie bis zu sechs Prozent Heizkosten. Ein durchschnittlicher Vier-Personen-Haushalt kann so – je nach Wohnraum – zwischen 80 und 160 Euro sparen. Für Küche, Wohn- und Kinderzimmer sind generell 20 Grad bis 22 Grad empfehlenswert. In Korridoren und Schlafzimmern sind 16 Grad bis 18 Grad optimal und im Bad bei Benutzung 22 Grad bis 24 Grad. Nachts sollte die Temperatur nicht höher als 15 Grad sein.

Temperaturregler für konstante Raumtemperatur

Moderne Heizungsanlagen können vom Wohnraum aus gesteuert werden. Dazu wird in ein Steuermodul die gewünschte Temperatur eingestellt. Mit einem Temperaturfühler gleicht folglich die Steuerung die Raumtemperatur ständig der Solltemperatur an. Bei solchen Anlagen dürfen die Heizkörperventile nicht herabgeregelt werden, weil dann möglicherweise nicht mehr genügend Heizwasser in die Heizkörper gelangt. Da die Steuerung dennoch versucht, die Solltemperatur zu erreichen, würde auf diese Weise unnötig Heizenergie verschwendet.

Richtig Lüften

Auch durch richtiges Lüften können Sie viel Energie sparen: Generell ist kurzes, kräftiges Lüften besser als Dauerlüften über gekippte Fenster. Beim Lüften dürfen die Räume nicht auskühlen, da sich ansonsten Schimmel bilden kann.

Heizkörper nicht blockieren

Ein echter Leistungskiller sind Gardinen oder zugestellte Heizkörper. Dadurch entsteht in der Nähe der Heizung ein Hitzestau und die warme Luft kann nicht gleichmäßig im Raum zirkulieren. Die Heizkörper sollten ihre Wärme möglichst frei abgeben können.

Wasser nicht überhitzen

Auch beim Warmwasser gibt es ein hohes Einsparpotential. Eine Temperatur von 50 Grad Celsius ist vollkommen ausreichend. Zudem kann beim Waschen mit der Waschmaschine bei einer 40-Grad-Wäsche bis zu 30 Prozent Energie gegenüber einem 60-Grad-Waschgang gespart werden.

Richtige Dämmung

Damit nicht zu viel Energie an die Außenwände abgegeben wird, sollten die Heizkörpernischen gedämmt werden. Günstige und flexible Dämmaterialien gibt es im Baumarkt für wenige Euro. Um unnötige Wärmeverluste zu vermeiden, sollten auch alle Warmwasserleitungen im Keller wärmegedämmt sein.

Elektrische Heizlüfter nur in Ausnahmefällen

Der Dauerbetrieb elektrischer Heizlüfter ist Energie- und Geldverschwendung. Elektrische Heizkörper sind wahre Energiefresser. Ihr Verbrauch liegt meist zwischen ein und zwei Kilowattstunden und ihre Effizienz ist gerade in größeren Räumen äußerst gering. Von daher sollte auf solche Geräte verzichtet werden.

Fenster und Türen dämmen

Durch Zugluft kann bis zu 20 Prozent der Energie verloren gehen. Ritzen und undichte Stellen sollten mit Dichtgummis oder Schaumstoffband abgedichtet werden. Nachts empfiehlt es sich zudem, Vorhänge oder Rolladen geschlossen zu halten.

Heizkörper entlüften

In den Heizkörpern sollte sich keine Luft ansammeln. Wichtig ist daher die regelmäßige Wartung und Entlüftung der Heizkörper, da es sonst schnell zu einem erhöhten Verbrauch kommen kann. Nach einer kurzen Einweisung durch den Fachmann kann eine solche Entlüftung der Geräte mit geringem Aufwand selbst vorgenommen werden.