Neue Folgen „Alpentod – ein Bergland-Krimi”Schauspiel-Star Veronica Ferres: „Man wird mit dem Alter risikofreudiger”

Schauspielerin Veronica Ferres wünscht sich Verbesserungen im deutschen Bildungssystem. (Archiv)
Schauspielerin Veronica Ferres wünscht sich Verbesserungen im deutschen Bildungssystem. (Archiv)
Sina Schuldt/dpa

SIE hat noch lange nicht genug!
Schauspiel-Star Veronica Ferres (60) ist endlich wieder bei RTL und auf RTL+ zu sehen. Als Ermittlerin Birgit Reincke geht sie in zwei neuen Folgen der Krimireihe „Alpentod - ein Bergland-Krimi” am 17. und 24. März auf Mörderjagd. Mit RTL.de spricht sie exklusiv über ihre Rolle und erklärt, was ihr in der aktuellen Gesellschaft fehlt. Ein Gespräch über Hoffnung und Mut.

Veronica Ferres über ihre Rolle in „Alpentod” und was sie mit ihr verbindet

Veronica Ferres ist gerade auf dem Sprung in den Flieger, eigentlich wollte sie sich zu Beginn des Jahres eine kleine Pause gönnen, aber wie so oft kommt dann doch alles anders. Und nun darf sie doch wieder ihrer großen Leidenschaft, der Schauspielerei, nachgehen. Klar, dass sie sich somit auch schon auf Dienstag (17. März) freut. Denn dann ist mit „Tiefe Schluchten” die erste von zwei neuen Folgen „Alpentod – ein Bergland-Krimi” bei RTL und auf RTL+ zu sehen, in der sie die Ermittlerin Birgit Reincke spielt – eine Rolle, die ihr unglaublich gut gefällt. „Ich glaube, dass ich da sehr viel von mir einbringen kann: diese ungewöhnliche Frau mit Vergangenheit und einem geheimnisvollen Privatleben, über das sie nicht wirklich reden will. Und die viele Wunden und Verletzungen mit sich trägt und vor denen sie wegläuft.“ Zu Beginn spielt sie eine schroffe Ermittlerin, die dann – auch durch ihre Kollegen – immer mehr auftaut.

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Ferres über die Dreharbeiten zu RTL: „Ich glaube, dass wir auf positive Art ein ganz ungewöhnliches Ermittlertrio haben, in dem jeder seine eigene Energie mitbringt. Wir kabbeln und unterstützen uns in den Rollen – legen uns dann aber auch wieder Steine in den Weg. Was aber vor allem wichtig ist: Es menschelt sehr unter uns dreien.“

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Zugleich sind es aber auch die unterschiedlichen Drehorte, ob auf dem Dachstein oder dem Untersberg. „Man fühlt sich toll danach. Wir hatten zuletzt eine Premiere in Österreich, das Kino war rappelvoll und die Leute haben es geliebt, weil du mit einem guten Gefühl rausgehst – das Böse zu besiegen und trotzdem positiv zu bleiben.“ Ebenso verlangen ihr die Drehorte zugleich einiges ab!

„Das war zum Teil schon herausfordernd, weil wir auch Drehorte hatten, auf die du nur abgeseilt heruntergucken konntest. Und du musstest abgesichert eine Schlucht runterkommen. Das hat mir schon einiges abverlangt, weil ich die Berge so nie kennengelernt habe. Ich liebe es zu wandern, habe mich aber nie fernab von den normalen Wegen bewegt.“

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Veronica Ferres: „Ich bin jetzt risikofreudiger“

Doch es ist gerade das Risiko und vielleicht auch unbequeme Terrain, das Veronica Ferres liebt. Im Juni wird sie 61 Jahre alt. Ihre Leidenschaft für den Beruf hat sie bisher keinen Tag verloren – im Gegenteil. „Ich denke, in dem Moment, in dem man vor der Kamera nicht mehr zu jeder Sekunde das Beste geben will oder kein Lampenfieber mehr hat, sollte man in Rente gehen.“ Doch von Rente ist sie noch meilenweit entfernt. Aber: „Ich möchte nicht beliebig spielen. Ich möchte riskant spielen, etwas Besonderes erzielen – den Unterschied machen und Emotionen zeigen.“ Letzteres bezieht sie nicht nur auf ihren Job!

Was sie meint: Viele Menschen würden sich auch im Alltag „kontrollieren“ und nicht mehr trauen, ihre Gefühle zu zeigen, weil sie denken, sie würden anecken „anstatt sich selbst treu zu bleiben“. Ein Punkt, den sie aber auch selbst erst mit der wachsenden Erfahrung gelernt hat. „Man wird mit dem Alter risikofreudiger. Mir geht es so, dass ich mich heute viel mehr traue, viel mehr in meiner Mitte bin und nicht mehr nach links und rechts schaue – mich frage, was andere über mich denken.“ Dabei geht es der Schauspielerin nicht um eine Form der Egalität, sondern um das, was „du erzählen willst“.

Mit Alpentod will sie den Menschen vor allem ein positives Gefühl geben. „In einer Zeit, in der Menschen viel mehr Hoffnung brauchen, sind wir als Filmemacher und Geschichtenerzähler, noch mehr gefordert sind, den Menschen diese Hoffnung zu geben mit einer positiven Art, dass wir einander zuhören können, andere Meinungen zulassen können und menschlich sind.“

Verwendete Quellen: eigene RTL-Recherche