Künstlerin und Reality-StarZwei „Spielerfrauen“ absolut ehrlich – so sehr nervt uns das dumme Klischee!

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Jennifer Saro will mit dem Begriff „Spielerfrau” nichts zu tun haben
picture alliance / Panama Pictures | Christoph Hardt

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Anfang des Jahres sorgte Lisa Müller (36) mit einem ausführlichen Interview in der Süddeutschen Zeitung für Aufsehen. Darin sprach sie auch über Gerüchte, wonach es Probleme in ihrer Ehe geben solle und erklärte: „Inzwischen ist es mir wurscht, dann bin ich eben die dumme Spielerfrau, die eigentlich nur Nägel lackieren kann.” Spielerfrau – ein Stereotyp, das sich hartnäckig hält und mit Klischees spielt. Mit RTL sprechen Arnela Trimmel, die mit Bundesliga-Star Christopher Trimmel (38) verheiratet ist und Jennifer Saro, die mit Dortmund-Profi Alexander Meyer (34) zusammenlebt, über das nervige Klischee.

Jennifer Saro und Arnela Trimmel sehen sich nicht als „Spielerfrau”

Was alle drei Frauen verbindet: Sie sind nicht nur seit mehreren Jahren mit Fußballern liiert, sondern vor allem selbst beruflich erfolgreich. Während Lisa Müller als Dressurreiterin regelmäßig Turniere gewinnt, arbeitet Arnela Trimmel als Künstlerin. Jennifer Saro ist seit 2024 mit BVB-Torwart Alexander Meyer zusammen. Bekannt war die Straubingerin schon vorher. 2023 suchte sie als „Bachelorette“ im TV die große Liebe. Saro: „Ich glaube, so wie in jeder anderen Branche, gibt es Menschen, die das Klischee bedienen, oder auch nicht.“ Und weiter: „Wenn man die Person nicht kennt, kann man weder sagen, dass sie eine ‚dumme Spielerfrau‘ ist, noch, dass sie es nicht ist.“

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Ein Jahr, nachdem sie im TV ihre Liebe suchte, kam sie mit dem Keeper zusammen. Und damit änderte sich auch die Wahrnehmung ihrer Person. Unfreiwillig.

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Denn tatsächlich sieht auch sie sich plötzlich mit dem Stempel „Spielerfrau“ konfrontiert. „Das hat mich zu Beginn schon sehr getriggert, weil ich mir meine eigene Karriere über Jahre aufgebaut habe. Als ich einen Spieler als Freund hatte, kam in meinen Fragerunden und Nachrichten immer öfter die Bezeichnung ‘Spielerfrau’ und wie das Leben denn als solche so ist.” Schnell möchte sie dem einen Riegel vorschieben. „Ich habe dann klargestellt, dass ich seit acht Jahren Jennifer Saro bin und sich das nicht ändert, nur weil ich jetzt einen Partner habe, der einen gewissen Beruf hat. Ich bin ich und ich sehe mich auch nicht als Spielerfrau.”

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Zugleich merkt sie an, dass sie inzwischen so auch nicht mehr von ihren Followern gesehen wird. Und sie gibt zu: „Ich hatte auch meine Vorurteile. Es ist einfach leicht, andere Menschen in gewisse Schubladen und Klischees zu stecken. Sicher werden diese ab und an auch bedient. Ich habe aber auch schon Frauen von Spielern kennengelernt. Die meisten sind ganz normale Frauen, die ihre Ziele im Leben haben und nicht ins Klischee passen.”

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Christopher Trimmel und Arnela Trimmel sind beide auch außerhalb des Fußballs aktiv.
picture alliance / Eventpress | Eventpress Kochan
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Arnela Trimmel nervt „gedankliche Bequemlichkeit”!

Ganz ähnlich sieht das Arnela Trimmel. Arnela arbeitete zunächst als Grundschullehrerin – inzwischen arbeitet sie hauptberuflich als Künstlerin und stellt ihre Werke regelmäßig aus. Seit 2017 ist sie mit Bundesliga-Profi Christopher Trimmel (38/Union Berlin) verheiratet. Trimmel: „Ich habe eigentlich nicht viele Spielerfrauen im Freundeskreis. Gespräche über mediale Zuschreibungen oder Klischees tauchen selten auf, z.B. wenn neue Bekannte dazukommen und überrascht sind, wie wenig die Realität mit den Erwartungen zu tun hat.”

Der Begriff „Spielerfrau“ belastet sie im täglichen Leben nicht mehr. Allerdings erklärt sie: „Man hört dann schon auch mal Kommentare wie „Sie macht es sich bequem dank ihres Partners, früher Lehrerin und jetzt Künstlerin“, und genau daran zeigt sich, wie starr manche Erwartungen sind. Letztlich lässt es sich ohnehin nie allen recht machen.“

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Mehr als die Kommentare stört sie aber ein anderer Punkt! „Der Begriff „Spielerfrau” steht für mich stellvertretend für ein größeres gesellschaftliches Muster.” Damit spielt sie auf ähnliche Zuschreibungen wie die „Frau von Doktor” an. Aus ihrer Sicht findet hier eine sprachliche Verkürzung statt, die Macht- und Sichtbarkeitsverhältnisse widerspiegeln. „Mich nervt daran weniger die persönliche Betroffenheit als die gedankliche Bequemlichkeit, die dahintersteht.“ Umso mehr will sie sich klar positionieren.

Arnela Trimmel über Arbeit als Künstlerin

Trimmel will selbstredend vor allem als Künstlerin wahrgenommen werden. „Mein Studio in Berlin ist ein wunderbarer Ort zum Arbeiten, aber ich hole mir oft Impulse von außen, von Orten, die mich auf andere Weise überraschen. Das Jahr soll Raum für Entwicklung, Entdeckung und gute Erfahrungen bieten, sowohl persönlich als auch künstlerisch.” Ende Januar stellt sie ihre Bilder auf einer Vernissage in Kitzbühel aus.

Verwendete Quellen: RTL-Recherche