ZDF ist der größte GewinnerFrank Elstner und Tatort-Stars werden beim Grimme-Preis gefeiert!

Der Moderator Frank Elstner sthet bei der Gala zur 62. Grimme-Preisverleihung mit dem Preis für sein Lebenswerk auf der Bühne.
Frank Elstner sieht die Neuauflage von "Wetten, dass..?" positiv.
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Mit „Wetten, dass..?“ hat Frank Elstner die wohl größte deutsche TV-Show geschaffen. Während dieser Tage an einer etwas modernisierten Neuauflage getüftelt wird, ehrt das Grimme-Institut das Vermächtnis des sichtlich gerührten 84-Jährigen.

Im Theater Marl sind am Freitagabend die Grimme-Preise 2026 verliehen worden. Zum 62. Mal zeichnete das Grimme-Institut herausragende Fernsehproduktionen aus, vergeben wurden 16 reguläre Preise sowie drei Sonderpreise. Zu den prominentesten Geehrten zählen Frank Elstner sowie das neue Frankfurter „Tatort“-Duo Melika Foroutan und Edin Hasanovic. Größter Gewinner des Abends ist das ZDF mit zehn Trophäen, die ARD wurde mit fünf Preisen bedacht.

Eine besondere Ehrung des Deutschen Volkshochschul-Verbandes ging an Frank Elstner. Der „Wetten, dass..?“-Erfinder kam trotz seiner Parkinson-Erkrankung persönlich nach Marl. Auf der Bühne war der Moderator sichtlich gerührt: „Sie sehen an meiner Rührung, dass das auch für mich ungewöhnlich ist, so nett ausgezeichnet zu werden“, sagte Elstner laut WDR. Mit Blick auf seine Erkrankung wandte er sich anschließend kurz an das Publikum und bat: „Bleibt gesund!“

Am Rande der Verleihung äußerte sich der 84-jährige Elstner auch zur Zukunft seines Klassikers „Wetten, dass..?“, den künftig die Kaulitz-Brüder Bill und Tom moderieren sollen. „Ich bin neugierig“, sagte er in einem Interview des Grimme-Instituts. „Ich glaube daran, dass man mit guten Ideen immer wieder etwas Neues machen kann.“

Melika Foroutan und Edin Hasanovic dürfen sich über einen Grimme-Preis im Wettbewerb Fiktion freuen. Das neue Frankfurter „Tatort“-Duo wurde für seinen ersten gemeinsamen Fall „Tatort - Dunkelheit“ aus dem Jahr 2025 ausgezeichnet. In ihrer Dankesrede nutzte Foroutan die Bühne auch für deutliche Worte in Richtung Grimme-Institut. Mit Blick auf die Kontroverse um eine zurückgenommene Auszeichnung im Vorjahr plädierte sie für die Freiheit der Kultur: „Eingriffe in Jury-Entscheidungen begrenzen diese Freiheit.“

Im Wettbewerb Fiktion wurden außerdem „Die Affäre Cum-Ex“ vom ZDF, „Die Nichte des Polizisten“ (SWR/NDR) sowie „Tschappel“ (ZDF) ausgezeichnet. Ein Grimme-Preis Spezial ging an „Unterwegs im Namen der Kaiserin“ für die Dekonstruktion des Sisi-Hypes.

Im Wettbewerb Information & Kultur wurden „Das leere Grab“, „Hass.Hetze.Hoffnung.“ (RTLZWEI), „Petra Kelly - Act Now!“ sowie „Sudan: Ein Krankenhaus im Schatten des Krieges“ prämiert. Der Grimme-Preis für die Besondere Journalistische Leistung ging an die ZDF-Reporterin Golineh Atai für ihre Berichte aus der arabischen Welt.

In der Kategorie Unterhaltung setzten sich „Gerry Star“ (Prime Video), „smypathisch - die show“ sowie „MAITHINK X - Die Show“ mit Moderatorin Mai Thi Nguyen-Kim durch. Im Wettbewerb Kinder & Jugend gingen Preise an „Ellbogen“ und „Grüße vom Mars“ der Regisseurin Sarah Winkenstette aus Rheda-Wiedenbrück. Ein Grimme-Preis Spezial ging an die Dokumentation „Der talentierte Mr. F“. Den Publikumspreis der Marler Gruppe erhielt „Lenas Hof“, den Preis der Studierendenjury die Serie „KRANK Berlin“.

Verwendete Quellen: jog/spot