Freunde begleiteten sie bis zuletztSchock-Tod mit 66! Malaria!-Sängerin Bettina Köster gestorben

Die Musikerin Bettina Köster ist tot. Die Frontfrau der Berliner Kultband „Malaria!“ starb im Alter von 66 Jahren. Mit ihrer Gruppe prägte Köster die frühen 1980er Jahre.
Trauer um Bettina Köster: Die ehemalige Frontfrau der Kultband Malaria! ist im Alter von 66 Jahren in Süditalien gestorben. Das geht unter anderem aus einem Facebook-Beitrag ihrer früheren Bandkollegin Gudrun Gut hervor.
Der deutsche „Rolling Stone“ zitiert aus einer Pressemitteilung von Freunden und Weggefährten der Sängerin: „Hiermit geben wir bekannt, dass die deutsche Musikerin Bettina Köster am 16. März 2026 in Capaccio Paestum, Italien, verstorben ist.“ Köster sei „am Vormittag des 18. März 2026 auf dem Friedhof von Capaccio Paestum beigesetzt“ worden, heißt es weiter in der Mitteilung. Die Trauerfeier habe im privaten Rahmen stattgefunden. Ein Bestattungsinstitut im Ort Capaccio Paestum bestätigte Kösters Tod ebenfalls; sie war an Krebs erkrankt.
Bettina Köster machte zuerst im Westberlin der späten 1970er Jahre als Musikerin auf sich aufmerksam. Gemeinsam mit Gudrun Gut war sie Teil der Band Mania D. 1981 folgte dann die Gründung von Malaria!. Die Gruppe war stilprägend für New Wave und Post-Punk. Mit Liedern wie „Your Turn to Run“, „You You“, „Thrash Me“ und „Geld/Money“ gingen sie in die Musikgeschichte ein.
Der wohl bedeutendste Song von Malaria! war „Kaltes klares Wasser“, der weit über den Underground hinaus bekannt wurde. Viele Jahre nach der Erstveröffentlichung griffen Chicks On Speed das minimalistische Lied im Jahr 2000 wieder auf und machten eine ganz neue Generation von Hörerinnen und Hörern damit bekannt.
Köster war besonders für ihre dunkle, tiefe Stimme und ihr androgynes Styling bekannt. Aus dem damaligen Westberlin schaffte sie es bis ins legendäre New Yorker Studio 54, tourte unter anderem mit Siouxsie and the Banshees und The Birthday Party in Europa und den USA. Nach den Berliner Jahren zog es Köster nach New York, wo sie in den späten 1980er und 90er Jahren lebte.
Verwendete Quellen: mau/spot


