Ski alpinNächstes Podest: Ski-Ass Aicher nah dran an Abfahrts-Kugel

Deutschlands Ski-Juwel Emma Aicher ist kaum noch zu stoppen. Mit Platz zwei bei der Abfahrt von Val di Fassa macht sie einen großen Schritt zum Disziplin-Triumph in diesem Winter. Geht gar noch mehr?
Skirennfahrerin Emma Aicher ist im Weltcup erneut auf das Podest gefahren und hat einen weiteren großen Schritt hin zum Gewinn der Abfahrts-Gesamtwertung geschafft. Die derzeit beste deutsche Alpin-Athletin musste sich bei der Abfahrt von Val di Fassa als Zweite nur um eine Hundertstelsekunde der Italienerin Laura Pirovano geschlagen geben. Dritte wurde Olympiasiegerin und Weltmeisterin Breezy Johnson aus den USA (+0,29 Sekunden) knapp vor Aichers Teamkollegin Kira Weidle-Winkelmann (+0,32).
Auch wenn Aicher den Sieg denkbar knapp verpasste, machte sie in der Disziplinwertung 80 Punkte gut und liegt zwei Rennen vor dem Saisonende nur noch 14 Zähler hinter Lindsey Vonn. Die Amerikanerin kann nach ihrem Sturz bei Olympia und der schweren Unterschenkel- sowie Knieverletzung in diesem Winter nicht mehr antreten.
Führungswechsel im Kugelkampf schon am Samstag?
Schon an diesem Samstag (10.45 Uhr/ZDF und Eurosport) könnte Aicher bei der zweiten Abfahrt die Führung übernehmen und sogar den Triumph im Kampf um die kleine Kristallkugel rechnerisch perfekt machen: Hinter der 22-Jährigen folgen Pirovano mit 50 und Weidle-Winkelmann mit 80 Punkten Rückstand.
Falls Aicher ihre Form hält und weiter signifikant punktet, ist sogar der ganz große Coup in der Gesamtwertung möglich: Dort nämlich rückte sie auf den zweiten Platz hinter Mikaela Shiffrin vor - zum US-Star fehlen ihr noch 139 Punkte. Weil Shiffrin bei den beiden Abfahrten und dem Super-G in Val di Fassa nicht antritt, könnte Aicher sogar als Führende im Ringen um die große Kristallkugel aus diesem Speed-Wochenende hervorgehen.
Showdown mit Shiffrin winkt beim Weltcupfinale
Shiffrin müsste dann vor allem in den verbleibenden zwei Slaloms und zwei Riesenslaloms punkten - allerdings gehört Aicher auch in den technischen Disziplinen inzwischen zur Weltspitze. Es deutet sich auf jeden Fall ein Showdown beim Weltcup-Finale Ende März im norwegischen Lillehammer an.