EM 2032UEFA-Präsident droht Italien mit EM-Entzug wegen Stadien

Aleksander Ceferin macht Druck auf Italien. (Archivbild)
Aleksander Ceferin macht Druck auf Italien. (Archivbild)
Darko Vojinovic/AP/dpa

Die Kritik fällt deutlich aus: Italiens Fußballinfrastruktur sei teils nicht EM-tauglich. UEFA-Präsident Ceferin macht Druck: Ohne bessere Stadien könnte Italien keine Spiele der EM 2032 austragen.

UEFA-Präsident Aleksander Ceferin hat Italien mit Blick auf die Fußball-Europameisterschaft 2032 eindringlich zu Fortschritten bei der Stadion-Infrastruktur aufgefordert. „Die EM 2032 ist geplant und wird stattfinden“, sagte der 58-Jährige der italienischen Sportzeitung „Gazzetta dello Sport“. Er hoffe aber, dass die Infrastruktur bereit sein wird. „Andernfalls wird das Turnier nicht in Italien gespielt“, sagte Ceferin.

Die EM 2032 soll in der Türkei und Italien stattfinden. Zuletzt gab es aber vermehrt Kritik am Zustand der Stadien in Italien, die teilweise als nicht EM-tauglich eingestuft wurden. Ceferin hatte bereits vor einem Jahr die Infrastruktur des italienischen Fußballs als „eine Schande“ bezeichnet. Unter den großen Ländern habe Italien mit Abstand die schlechteste Infrastruktur, sagte er damals.

Italien hatte sich erst Dienstag zum dritten Mal in Folge nicht für die Fußball-Weltmeisterschaft qualifiziert. Italiens Fußball steckt in einer tiefen Krise. Ceferin sieht das Land dennoch weiter als Schwergewicht in Europa. Italien werde „wieder an die Spitze zurückkehren“, sagte er der „Gazzetta“. Entscheidend sei jedoch ein besseres Zusammenspiel aller Beteiligter. Dann könne das Land auch wieder Titel gewinnen.