RadsportTrotz Sturz: Erster Sieg für Pogacar bei Mailand-Sanremo

Beim ersten Frühjahrsklassiker der Saison müssen die Radprofis 298 Kilometer bewältigen. Das Rennen bietet Dramatik pur. Im Finale siegt Superstar Tadej Pogacar im Sprint.
Straßenrad-Weltmeister Tadej Pogacar hat trotz eines Sturzes erstmals in seiner Karriere den schweren Frühjahrsklassiker Mailand-Sanremo gewonnen. Der slowenische Ausnahmefahrer holte sich nach 298 Kilometern im Sprint gegen den britischen Mountainbike-Olympiasieger Thomas Pidcock den Sieg auf der Via Roma. Den dritten Platz belegte der Belgier Wout van Aert.
Dabei war Pogacar 33 Kilometer vor dem Ziel in einer Kurve heftig zu Boden gegangen. Doch der viermalige Tour-de-France-Sieger sprang sofort wieder auf seine Rennmaschine, startete eine atemberaubende Aufholjagd und flog an der Cipressa hinauf quasi am ganzen Feld vorbei. Pogacar nahm sich nicht einmal Zeit zum Durchschnaufen, sondern ging direkt in den Attacke-Modus. Nur Vorjahressieger van der Poel und der Brite Tom Pidcock konnte ihm am vorletzten Anstieg noch folgen. Am Poggio - dem letzten Anstieg - musste dann Mathieu van der Poel abreißen lassen.
Nur noch Paris-Roubaix fehlt in der Sammlung
In den vergangenen Jahren hatte Pogacar den Sieg in Sanremo immer knapp verpasst, gleich zweimal stand ihm dabei sein großer Rivale van der Poel im Weg. Durch seinen ersten Triumph bei der Classicissima hat Pogacar nun vier der fünf Radsport-Monumente mit den wichtigsten Eintagesklassikern gewonnen. Dem 27-Jährigen fehlt nur noch ein Sieg beim Kopfsteinpflaster-Klassiker Paris-Roubaix.
Die deutschen Radprofis spielten bei der 117. Ausgabe des Rennens keine Rolle. Für den bislang letzten deutschen Sieg hatte 2015 John Degenkolb gesorgt. Erik Zabel waren gar vier Erfolge in Sanremo geglückt.
