WM-QualifikationSchüller und Dallmann tauchen aus dem Tief auf

Die deutschen Fußballerinnen haben beim 5:0 gegen Slowenien fünf verschiedene Torschützinnen. Darunter Lea Schüller und Linda Dallmann, die für den Bundestrainer besondere Fälle sind.
In Linda Dallmann und Lea Schüller haben sich zwei erfahrene Nationalspielerinnen nach ganz schwierigen Monaten in der DFB-Auswahl zurückgemeldet. „Wir alle wollen die alte Lea Schüller wieder haben. Ich glaube schon, dass sie wieder auf dem Weg dazu ist“, sagte Bundestrainer Christian Wück nach dem 5:0-Sieg gegen Slowenien im ersten WM-Qualifikationsspiel in Dresden.
Sowohl Spielmacherin Dallmann als auch die eingewechselte Schüller erzielten jeweils ein Tor. Außerdem trafen Vivien Endemann, Elisa Senß und Debütantin Larissa Mühlhaus vor 19.169 Zuschauern.
Wück: „Eine sehr schwierige Phase“
Schüller stand nach ihrem Winter-Wechsel von München zu Manchester United besonders im Blickpunkt. Die Top-Torjägerin (55 Treffer nun in 83 Länderspielen) hatte während der EM im vergangenen Jahr in der Schweiz ihren Stammplatz verloren und kam danach auch beim FC Bayern seltener zum Einsatz. Als Konsequenz ging sie nach England, um ihrer Entwicklung einen neuen Schub zu geben.
Bei der Frage nach Schüllers Situation überlegte Wück lange mit seiner Antwort - und holte dann aus. „Wenn man von einer Spielerin überzeugt ist, die gerade eine sehr schwierige Phase hat, dann ist es auch die Aufgabe des Trainerteams, die Spielerin auf unsere Art zu unterstützen“, sagte der 52-Jährige. Das Ziel gegen Slowenien sei gewesen, dass Schüller sich selbst belohnt, dass sie Selbstvertrauen tanke - „weil sie eine Stürmerin ist, die sich über Tore definiert. Ich hoffe, dass sie jetzt wieder mehr zu dieser alten Form zurückfindet – die würde uns allen guttun.“
Dallmanns EM-Aufritt bleibt Wück ein Rätsel
Auch Dallmann ist für Wück kein einfacher Fall: Die 31-Jährige vom FC Bayern München verfügt über fußballerische Qualitäten wie kaum eine andere im Nationalteam, „ist technisch sehr, sehr gut“ (Wück). Aber Dallmann hatte wie auch Schüller ihren Platz nach einer schwachen EM verloren. „Man braucht spielintelligente Spielerinnen – und das ist Linda“, sagte Wück mit Blick auf defensivere Gegnerinnen wie Slowenien. „Zum letzten Mal“ räumte der Bundestrainer ein: „Ich weiß bis heute noch nicht, wieso es bei der EM nicht funktioniert hat.“
Bereits am Samstag (18.00 Uhr/ZDF) können sich Dallmann und Schüller möglicherweise erneut beweisen: Dann geht es für das DFB-Team in Stavanger gegen Norwegen mit dem zweiten Qualifikationsspiel weiter. Dritter Gegner auf dem Weg zur Weltmeisterschaft 2027 in Brasilien ist Österreich. Nur der Gruppenerste qualifiziert sich direkt für das Turnier.
