NationalmannschaftNagelsmann über Sané: Nicht viele Spieler mit seinem Profil

Leroy Sané (r) glänzte im entscheidenden WM-Qualifikationsspiel gegen die Slowakei. (Archivbild)
Leroy Sané (r) glänzte im entscheidenden WM-Qualifikationsspiel gegen die Slowakei. (Archivbild)
Jan Woitas/dpa

Julian Nagelsmann setzt weiter auf Leroy Sané. Der Bundestrainer weiß aber auch, dass es immer Überraschungen geben kann. Sané treibt ein großes Ziel an.

Bundestrainer Julian Nagelsmann setzt in den anstehenden Fußball-Länderspielen auch wieder auf Leroy Sané. Die DFB-Auswahl trifft in der WM-Vorbereitung am 27. März in Basel auf die Schweiz und drei Tage später in Stuttgart auf Ghana. „Wir haben von seinem Profil nicht viele Spieler, die oft ins Zentrum gehen vom rechten Flügel. Wenn die Gesundheit mitspielt, kann er für uns ein ganz wichtiger Spieler sein“, sagte Nagelsmann dem „Kicker“. Er schränkte allerdings auch ein: „So ehrlich sind wir: Wir wissen bei ihm nie zu 100 Prozent, was am Ende auf den Platz kommt.“

Im entscheidenden WM-Qualifikationsspiel gegen die Slowakei hatte Sané im vergangenen November in Leipzig zwei Tore zum 6:0-Erfolg beigesteuert. Zuvor hatte ihn Nagelsmann vor dem 2:0-Sieg in Luxemburg nach einer Pause in den DFB-Kader zurückgeholt. „Ich denke, es juckt ihn überhaupt nicht, was daraus gemacht wurde, dass es seine letzte Chance beim DFB sei“, sagte Nagelsmann (38) nun und unterstrich: „Wir haben ein super Verhältnis, und Leroy hat super Spiele gemacht. Er macht es auch bei Galatasaray gut.“

Sané: Nominierung für die WM das große Ziel

Bei seinem Club Galatasaray bereitete Sané in Istanbul zuletzt das Tor zum 1:0-Sieg im Stadtderby gegen Besiktas vor und sah später die Rote Karte für ein Foulspiel. „Ich war nach dem letzten DFB-Lehrgang sehr froh darüber, dass ich Julians Vertrauen zurückzahlen konnte in den beiden Spielen“, sagte Sané. „Die Nominierung für den WM-Kader ist mein großes Ziel.“ Das Turnier in den USA, Kanada und Mexiko beginnt am 11. Juni.

Da seine Lebensgefährtin und seine beiden Kinder mittlerweile nach Istanbul gezogen seien, fühle er sich gemeinsam mit seiner Familie dort wohl, erklärte der 30-Jährige. „Mit zunehmendem Rhythmus wurden auch meine Leistungen besser und konstanter“, sagte Sané, der nach seinem Abschied vom FC Bayern München zu Galatasaray gewechselt war.