FußballDéjà-vu um Cucurella: Spanier sorgt erneut für Hand-Ärger

Um ihn gibt es wieder Wirbel: Marc Cucurella. (Archivbild)
Um ihn gibt es wieder Wirbel: Marc Cucurella. (Archivbild)
Sven Hoppe/dpa

Wieder sorgt Marc Cucurella mit einem Handspiel für Diskussionen – und deutsche Fans erinnern sich an das Drama im EM-Viertelfinale. Ein Ex-Schiri hat eine klare Meinung.

Spaniens Fußballprofi Marc Cucurella steht mal wieder im Mittelpunkt einer Handspiel-Diskussion - und erlebt ein kleines Déjà-vu. Bei der 0:3-Niederlage des FC Chelsea bei Brighton & Hove Albion bekam der Blues-Verteidiger nach einer Flanke den Ball im Strafraum an den linken Oberarm. Seine Reaktion? Er klopfte sich mehrfach auf die Brust, vermutlich um dem Schiedsrichter zu signalisieren, dass er dort vom Ball getroffen wurde.

Die Brighton-Spieler protestieren heftig beim Unparteiischen und forderten gestenreich einen Handelfmeter - doch der blieb aus. Auch der Videoschiedsrichter schaltete sich bei der Szene in der 54. Minute nicht ein.

Bei deutschen Fans kamen Erinnerungen an das Viertelfinale der Heim-EM vor knapp zwei Jahren auf. Damals hatte Cucurella in der Verlängerung einen Schuss von Jamal Musiala beim Stand von 1:1 im Strafraum klar mit dem Arm gestoppt, der englische Schiedsrichter Graham Taylor ließ das Spiel aber weiterlaufen. Spanien gewann am Ende durch ein Tor des früheren Dortmunders Mikel Merino mit 2:1 und das DFB-Team schied aus.

Ex-Schiri meint: „Elfer! Nichts anderes!“

Im Nachhinein räumte die Europäische Fußball-Union UEFA einen großen Schiedsrichter-Fehler bei der Partie ein. Und zumindest nach Ansicht von Ex-Schiedsrichter Manuel Gräfe hätte Cucurella auch nun im Premier-League-Spiel am Dienstagabend mit einem Elfmeter bestraft werden müssen.

„Elfer! Nichts anderes!“, schrieb Gräfe bei X. Cucurella habe den Ball mit seinem Arm „absichtlich geblockt“, der ganze Bewegungsablauf sei „wieder eindeutig“ gewesen.

Zumindest die Handspiel-Diskussion aus dem EM-Spiel gegen Deutschland wird Cucurella nicht so schnell los. „Und jetzt kommen sie und sagen, es war ein Elfmeter. Was soll das bringen? Das wahre Problem ist, dass es eine große Verwirrung um die Regeln gibt“, hatte der 27-Jährige im Interview der italienischen Zeitung „Gazzetta dello Sport“ gesagt. Er gab aber auch zu, im ersten Moment mit dem Schlimmsten gerechnet zu haben: „Mamma mia, was für ein Schreck. Ich machte mir in die Hose.“