Turnier in den USACheftrainer: Iran fährt „so Gott will“ zur Fußball-WM

Nimmt Irans Nationalteam bei der WM in den USA teil? Diese Frage beschäftigt den Weltfußball knapp zwei Monate vor dem Turnier. Nun äußert sich der Trainer.
Die iranische Fußball-Nationalmannschaft zeigt sich trotz des Kriegs des Landes mit den USA zuversichtlich für die Teilnahme bei der dortigen Weltmeisterschaft in diesem Sommer. „Es gibt derzeit keinen Grund, nicht teilzunehmen, und das werden wir so Gott will dann auch tun“, sagte Teamchef Amir Ghalenoei. Der Verband arbeite bereits an den weiteren Vorbereitungen, darunter auch Testspiele, sagte der Teamchef laut der staatlichen Nachrichtenagentur Irna.
Auch Sportminister Ahmed Donjamali äußerte sich am Montagabend optimistisch über eine Teilnahme, solange die zwischen den Kriegsparteien vereinbarte Waffenruhe halte. „Je normaler die Lage, desto wahrscheinlicher die Teilnahme“, sagte er. Eine weitere Bedingung ist dem Minister zufolge die Sicherheit von Spielern und Trainerstab, diese müsse von den USA gewährleistet werden.
Die USA und der Iran hatten am Wochenende in Islamabad erstmals seit Kriegsbeginn direkte Gespräche geführt, diese waren ohne greifbares Ergebnis zu Ende gegangen.
Drei Vorrundenspiele in den USA
Die Entscheidung über eine Teilnahme Irans an der Weltmeisterschaft solle vom Nationalen Sicherheitsrat des Landes in Abstimmung mit der Regierung getroffen werden, hieß es zuletzt. Dieser Rat ist das höchste Entscheidungsgremium und steht unter der Aufsicht des Obersten Führers Modschtaba Chamenei sowie der Leitung von Präsident Massud Peseschkian.
Die drei Vorrundenspiele des Irans gegen Belgien, Neuseeland und Ägypten sind in Seattle und nahe Los Angeles geplant. Die Endrunde in den USA, Kanada und Mexiko beginnt am 11. Juni und dauert bis zum 19. Juli.
