Deutscher WM-GegnerAdvocaat zurück als Nationaltrainer von Curaçao

Trainerchaos beim deutschen WM-Auftaktgegner. Der Mann, der die kleine Karibikinsel sensationell zur Weltmeisterschaft geführt hat, ist wieder da.
Dick Advocaat ist zurück als Nationaltrainer von Curaçao. Viereinhalb Wochen vor dem WM-Auftaktspiel der deutschen Fußball-Nationalmannschaft gegen das kleine Land von der Karibikinsel hat der 78-Jährige die Nachfolge seines Landsmanns Fred Rutten angetreten, der ihn erst Anfang des Jahres ersetzt hatte.
Advocaat hatte sich damals zurückgezogen, um sich um seine kranke Tochter kümmern zu können. Der Tochter scheint es nun aber wieder etwas besser zu gehen. Teile der Mannschaft hatten daher in der vergangenen Woche beim Verband darum gebeten, den früheren Trainer von Borussia Mönchengladbach zurückzuholen. Auch wichtige Sponsoren sollen sich für eine Rückkehr Advocaats ausgesprochen haben, der Curaçao als bislang kleinstes Land überhaupt zu einer WM geführt hat.
Rutten ohne Erfolge
Rutten, früher beim FC Schalke 04 tätig, hatte wegen der Diskussionen am Montag um eine Auflösung seines Vertrages gebeten. Unter dem 63-Jährigen hatte Curaçao zwei Freundschaftsspiele verloren. Bei seiner Premiere gab es Ende März ein 0:2 gegen China, kurz darauf unterlag die Mannschaft 1:5 in Australien. Laut Verbandspräsident Gilbert Martina habe der Verband Sorge gehabt, auch das Testspiel in Schottland Ende Mai zu verlieren und dann kurz vor der WM mit einer Trainerdiskussion konfrontiert zu sein.
Deutschland und Curaçao treffen am 14. Juni in Houston aufeinander. Weitere Vorrunden-Gegner sind die Elfenbeinküste und Ecuador. Für Advocaat wird es die dritte WM-Teilnahme als Nationaltrainer. 1994 war er mit den Niederlanden in den USA dabei, 2006 in Deutschland trainierte er Südkorea.
