Titelverteidiger zeigt StärkeEisbären schlagen Mannheim! So dominant starten sie ins DEL-Finale

24.04.2026, xblx, Eishockey Penny DEL Finale 2026, Adler Mannheim - Eisbären Berlin v.l. Jean-Sebastien Dea Eisbären Berlin, Goal scored, Tor zum 0:2, celebrate the goal, Torjubel , Jubel, jubeln, jubelt, DFL/DFB REGULATIONS PROHIBIT ANY USE OF PHOTOGRAPHS as IMAGE SEQUENCES and/or QUASI-VIDEO Mannheim *** 24 04 2026, xblx, Eishockey Penny DEL Finale 2026, Adler Mannheim Eisbären Berlin v l Jean Sebastien Dea Eisbären Berlin , Goal scored, Tor zum 0 2, celebrate the goal, Torjubel , Jubel, jubeln, jubelt, DFL DFB REGULATIONS PROHIBIT ANY USE OF PHOTOGRAPHS as IMAGE SEQUENCES and or QUASI VIDEO Mannheim
Die Eisbären können gleich siebenmal jubeln.
IMAGO/Jan Huebner / IMAGO/Heiko Blatterspiel

Titelverteidiger Eisbären Berlin lässt beim Auftakt in die Finalserie der Deutschen Eishockey-Liga keinen Zweifel an seinen Ambitionen. Ein deutlicher Auswärtssieg gegen die Adler Mannheim - und doch ist Trainer Serge Aubin nicht zufrieden. Für Mannheim kommt es doppelt bitter.

Dank ihrer Effektivität haben die Eisbären Berlin gegen die Adler Mannheim einen ersten Schritt in Richtung Titelverteidigung in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) gemacht. Im Duell der erfolgreichsten Klubs in der DEL-Historie gewann der Titelverteidiger und Rekordmeister auswärts mit 7:3 (3:0, 2:0, 2:3) und braucht damit nur noch drei Siege, um die Best-of-Seven-Serie für sich zu entscheiden. Schon die vergangenen sieben Playoff-Duelle beider Klubs gewannen die Berliner, die am Sonntag (16.30 Uhr/MagentaSport) der Gastgeber in der zweiten Partie sein werden.

„Wir wollten das erste Spiel gewinnen und das haben wir. Und im Endeffekt ist das alles, was zählt in den Playoffs“, sagte Eisbären-Stürmer Manuel Wiederer. „Im ersten Drittel haben wir aus unseren Chancen Kapital geschlagen, im zweiten Drittel so gespielt, wir wir können“, sagte Trainer Serge Aubin bei MagentaSport, „im dritten haben wir ihnen die Möglichkeit gegeben, ins Spiel zurückzukommen. Wir müssen unser Niveau noch weiter steigern.“ Der Coach hat bislang alle seine 14 Playoff-Serien mit Berlin gewonnen. „Es war ein wichtiger Auswärtserfolg, aber es war nur ein Spiel - wir müssen weitermachen“

Für die Adler war der Abend wohl doppelt bitter - sie verloren nicht nur das Spiel, sondern müssen nun auch die Verletzungen von Justin Schütz und Leon Gawanke kompensieren. „Es war nicht unser Abend“, sagte Trainer und Sportmanager Dallas Eakins. „Spieler solchen Kalibers zu verlieren, das will man nicht sehen. Aber diese Ausfälle sorgen dafür, dass sich anderen Spielern die Möglichkeit bietet.“ Gawanke musste im letzten Drittel nach einem harten Check von Eisbären-Kapitän Kai Wissmann angeschlagen vom Eis. Der Berliner erhielt eine Spieldauer-Disziplinarstrafe. Er könnte für die Partie am Sonntag gesperrt werden.

Liam Kirk (4./58.), Jean-Sébastien Dea (11.), Les Lancaster (19.), Ty Ronning (35.), Markus Vikingstad (36.) und Andreas Eder (57.) erzielten vor 13.600 Zuschauern in der ausverkauften SAP Arena die Tore für die Eisbären, die seit 2002 in den Playoffs nicht mehr gegen Mannheim verloren haben. Kris Bennett (42.), Alexander Ehl (48.) und John Gilmour (56.) verkürzten für die Adler, die erstmals seit 2019 wieder im Finale stehen.

Zehn deutsche Olympiateilnehmer standen auf dem Eis, dazu ein halbes Dutzend weitere Kandidaten für die WM in drei Wochen in der Schweiz. Im deutschen Torhüterduell zwischen Maximilian Franzreb und Jonas Stettmer hatte zunächst der Berliner mehr zu tun, weil die Gastgeber furios starteten. Doch Stettmer war auf dem Posten, das erste Tor kassierte Franzreb: In Überzahl hatten die Berliner Glück, dass die Scheibe zum völlig freien Kirk gelangte, der Franzreb außer Position erwischte und die Führung der Eisbären erzielte.

Auch beim 0:2 hatte Franzreb Pech, weil der Puck durch einen Block zu Dea sprang, der keine Mühe hatte, sein erstes Playoff-Tor zu erzielen. Beim dritten Gegentreffer hatte der Adler-Goalie ebenfalls keine Chance: Den genialen Pass von Marcel Noebels verwertete Lancester eiskalt - es war das dritte Tor mit dem fünften Berliner Torschuss. „Das müssen wir besser verteidigen“, sagte Mannheims Nationalspieler Lukas Kälble bei MagentaSport, „sie haben einfache Abstauber gemacht.“

Auch im zweiten Durchgang ließen die Berliner, die nach einer schwierigen Hauptrunde nur als Tabellensechste in die Playoffs gestartet waren, die Mannheimer nicht zur Entfaltung kommen. Gleichzeitig verstärkten sie ihre Offensivbemühungen und erhöhten durch Ronnings 32. Playoff-Treffer in den letzten vier Jahren und Vikingstad. Erst im Schlussdrittel gelang es Mannheim, den starken Stettmer zu überwinden - und noch mal kurz für etwas Spannung zu sorgen.

Verwendete Quellen: ara/dpa/sid