Nach Vorwürfen gegen Christian UlmenWie finde ich heraus, ob Deepfakes von mir im Netz kursieren?

Nacktbilder, Sexvideos, Telefonate!
Collien Fernandes hat ihren Ex-Mann Christian Ulmen angezeigt, weil er jahrelang Fake-Accounts in ihrem Namen erstellt und darüber Deepfakes der Moderatorin verbreitet haben soll. Seit diese Nachricht Deutschland am Donnerstag wie ein Lauffeuer überrollt hat, fragen sich viele: Kann das auch mir passieren und WIE finde ich raus, ob Deepfakes von mir im Netz kursieren? Wir haben bei den Kollegen der RTL-Verifizierung nachgefragt.
Bilder, Videos, Sextelefonate: Collien Fernandes soll von Ex-Mann „virtuell vergewaltigt” worden sein
Deepfakes sehen täuschend echt aus, sind aber genau das nicht. Es handelt sich um KI-generierte Inhalte – Fotos, Videos oder Audiodateien – die Dinge zeigen, die tatsächlich aber nie stattgefunden haben. So soll Christian Ulmen Fake-Bilder und Videos mit sexuellen Inhalten von seiner Ex-Frau Collien Fernandes veröffentlicht haben. Er soll sogar Telefonsex mit Colliens Stimme, KI-generiert, angeboten haben.
Bisher hat sich nur Collien Fernandes öffentlich zu dem Thema geäußert. Auf eine Anfrage von RTL antworteten Ulmens Anwälte mit einer Mail, aus der nicht zitiert werden darf. Fragen zu den Vorwürfen gegen Ulmen blieben unbeantwortet. Für Christian Ulmen gilt die Unschuldsvermutung.
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Im Video erklären wir, was es Tätern so leicht macht, Deepfakes zu erstellen und warum die Erstellung an sich nicht mal per se strafbar ist.
Gibt es Deepfakes von mir im Internet? SO findet ihr’s heraus
Gibt es auch von mir Deepfakes im Netz? Eine Frage, die sich gerade jetzt viele Menschen stellen dürften. Doch wie kann man das raufinden, wenn man kein Profi in dieser Thematik ist?
Wir haben beim RTL-Verifizierungsteam nachgefragt. Burak Kahraman erklärt: „Um mögliche Deepfake-Aufnahmen von einem selbst aufzuspüren, könnte eine reine Abfrage in den gängigen Suchmaschinen bereits genügen.” Dafür brauche man lediglich den Namen der Person „in Kombination mit passenden Schlagworten”. So könne man „schnell auf skurrile Seiten mit pornografischen Inhalten” stoßen. Allerdings, so erklärt der Experte, liefere Google dabei nicht die besten Ergebnisse: „Plattformen wie z .B. das russische Yandex können dabei gezielter in den Ergebnissen sein, da sie solche Inhalte weniger einschränken wie z. B. Google.”
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Und er gibt zu bedenkenen, dass diese Variante natürlich auch voraussetze, dass der Name der realen Person in Zusammenhang mit den Deepfakes genutzt wurde – „oft ist das nämlich nicht der Fall”.
Doch Burak Kahraman erklärt weiter: „Allerdings gibt es Suchmaschinen, die die Bilderrückwärtssuchfunktion anbieten und KI-basierte Tools, die darauf spezialisiert sind, weitere Gesichtsbilder von einer Person im Netz zu finden.” Bei dieser Variante reicht also lediglich ein Bild von euch, um herauszufinden, ob euer Gesicht für Deepfakes genutzt wurde.
Aber auch hier gibt er zu bedenken: „Bei fehlenden Vorschaubildern oder Seiten, die das Durchsuchen der Suchmaschinen untersagen, wird man jedoch an seine Grenzen stoßen.”
Verwendete Quelle: eigene RTL-Recherche



