Spezialtruppen in StellungTausende US-Soldaten im Nahen Osten gelandet! Droht Bodenkrieg mit Iran?

January 4, 2020, Pope Army Airfield, North Carolina, USA: Army paratroopers from the 1st Brigade Combat Team, 82nd Airborne Division, deploy from Pope Army Airfield, North Carolina. The All American Division Immediate Response Force (IRF), based at Fort Bragg, N.C., mobilized for deployment following the Jan. 1 deployment of a division infantry battalion and the Jan. 2 U.S. drone strike in Baghdad, Iraq that killed Qasem Soleimani, the head of Iranââ¬â¢s Islamic Revolutionary Guard Corps-Quds Force. (Credit Image: © Timothy L. Hale/ZUMA Wire
Angehörige der 82. Luftlandedivision machen sich bereit.
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Nach den US-Marines erreichen nun auch die Fallschirmjäger der 82. Luftlandedivision ihr Ziel im Nahen Osten. Berichten zufolge diskutiert die Trump-Regierung mehrere Einsatzszenarien gegen den Iran. Ob Washington aber wirklich die Bodentruppen in den Kampf schickt, ist weiterhin unklar.

Im Nahen Osten sind nach Angaben von Vertretern der US-Regierung Tausende Soldaten der 82. US-Luftlandedivision eingetroffen. Bereits am Wochenende seien 2500 Marineinfanteristen in die Region verlegt worden, sagten die US-Insider der Nachrichtenagentur Reuters.

Der genaue Einsatzort der Soldaten, zu denen auch eine Kampfbrigade sowie Logistik- und Kommandoeinheiten gehören, wurde bisher nicht genannt. Die zusätzlich zu den bereits in Nahost stationierten Soldaten sollen einem der Insider zufolge die Kapazitäten für mögliche Einsätze erhöhen. Eine Entscheidung über Vorstöße von Bodentruppen im Iran sei jedoch noch nicht gefallen.

US-Präsident Donald Trump wägt derzeit nach eigenen Angaben das weitere Vorgehen im Krieg gegen den Iran ab. Heute erklärte er, die USA befänden sich in Gesprächen mit einem „vernünftigeren Regime“, um den Konflikt zu beenden. Zugleich forderte er die Regierung in Teheran erneut dazu auf, die Straße von Hormus zu öffnen. Andernfalls drohten US-Angriffe auf iranische Ölquellen und Kraftwerke.

In der US-Regierung wurden Berichten zufolge verschiedene Einsatzszenarien für Bodentruppen diskutiert. Dazu zähle die Einnahme der Charg-Insel, über die 90 Prozent der iranischen Ölexporte abgewickelt werden, sowie die Sicherung der Schifffahrt in der Straße von Hormus. Zudem sei ein Vorstoß ins Landesinnere zur Sicherstellung von hochangereichertem Uran erörtert worden.

Ein Einsatz von US-Soldaten im Iran birgt für Trump erhebliche Risiken. Die Zustimmung der Bevölkerung zu dem Militäreinsatz ist gering. Zudem hatte Trump vor seiner Wahl versprochen, die USA aus neuen Konflikten im Nahen Osten herauszuhalten. Seit Beginn der Offensive am 28. Februar haben die USA nach eigenen Angaben Angriffe auf über 11.000 Ziele ausgeführt. Dabei wurden bislang 13 US-Soldaten getötet und mehr als 300 weitere verletzt. Das Rote Kreuz hatte vergangene Woche erklärt, auf iranischer Seite seien bei den Angriffen bislang rund 1900 Menschen getötet und mindestens 20.000 verletzt worden.

Verwendete Quellen: jpe/rts