Laut britischem BehördenberichtIranische Boote schießen auf Tanker in Straße von Hormus

Iran-Krieg - Straße von Hormus
Öltanker und Frachtschiffe reihen sich in der Straße von Hormus auf (Archivbild)
Altaf Qadri/AP/dpa

Die Lage in der Straße von Hormus spitzt sich zu.
Wie eine britische Behörde berichtet, hätten iranische Boote dort am Samstag (18. April) auf einen Tanker geschossen. Der Vorfall ereignete rund 37 Kilometer nordöstlich von Oman. Tanker und Besatzung seien wohlauf, berichtet die BBC.

Schüsse auf Tanker in Straße von Hormus

Wie die britische Behörde für maritime Sicherheit (UKMTO) mitteilte, berichtete der Kapitän des Tankers von einem Angriff durch zwei Kanonenboote der Iranischen Revolutionsgarden. Ohne Vorwarnung hätten die Boote „auf den Tanker geschossen”. Der Tanker und die Besatzung sind demnach in Sicherheit, die Behörden ermitteln.

Laut BBC unter Bezugnahme auf die Nachrichtenagentur Reuters gaben unabhängig davon zwei Handelsschiffe an, ebenfalls beim Überqueren der Meerenge beschossen worden zu sein.

Straße von Hormus nach Öffnung wieder dicht

Kurz zuvor hatte der Iran am Samstag seine Entscheidung zur Öffnung der Straße von Hormus für den Schiffsverkehr rückgängig gemacht. Die iranische Armeeführung begründete die neuerliche Blockade der immens wichtigen Schifffahrtsstraße laut Staatsmedien mit der anhaltenden US-Blockade iranischer Häfen. Die Straße von Hormus stehe nun erneut „unter strenger Führung und Kontrolle der Streitkräfte”, so lange die USA nicht die freie Schifffahrt zum Iran ermöglichten, hieß es.

Teheran hatte am Freitag nach dem Inkrafttreten einer Waffenruhe zwischen Israel und dem Libanon eine Öffnung der Straße von Hormus für Handelsschiffe bekannt gegeben. Durch die Meerenge verläuft normalerweise ein Fünftel der weltweiten Öl- und Flüssigerdgaslieferungen. Die Märkte reagierten zunächst erleichtert, der Ölpreis sackte ab, der zuvor wegen der Blockade weltweit massiv angestiegen war. (lha)

Verwendete Quellen: afp, BBC