Erste Zahlen veröffentlichtPrognose sieht CDU bei Landtagswahl in Rheinland-Pfalz vor SPD

Anhänger der SPD warten auf die Prognose zum Ergebnis der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz. Am Sonntag wird in Rheinland-Pfalz ein neuer Landtag gewählt.
Anhänger der SPD warten auf die Prognose zum Ergebnis der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz. Am Sonntag wird in Rheinland-Pfalz ein neuer Landtag gewählt.
picture alliance/dpa / Boris Roessler

AfD landet wohl auf Platz 3.
Bei der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz ist die CDU nach Prognosen von ARD und ZDF stärkste Kraft geworden. Die Sozialdemokraten von Ministerpräsident Alexander Schweitzer erleiden schwere Verluste und landen auf Platz zwei. Die AfD kann ihren Stimmenanteil im Vergleich zur letzten Wahl 2021 mehr als verdoppeln – es ist voraussichtlich ihr bestes Ergebnis in einem westdeutschen Bundesland.

Historisches Tief für SPD

Die Grünen verlieren leicht. Die Freien Wähler dürften den Wiedereinzug in den Landtag verpasst haben, die Linke muss ebenfalls bangen. Die FDP, bisher Teil der Ampel-Regierung im Land, fliegt klar aus dem Parlament.

Den Prognosen (18 Uhr) zufolge steigt die CDU mit Spitzenkandidat Gordon Schnieder gegenüber der letzten Wahl 2021 auf 30,5 Prozent (27,7 Prozent). Der 50-jährige Finanzwirt könnte nun nächster Ministerpräsident werden, nachdem seine Partei im Heimatland von Helmut Kohl fast 35 Jahre in der Opposition war.

Freie Wähler und Linke raus

Die SPD stürzt auf 26,5 bis 27,0 Prozent (2021: 35,7) – ein historisches Tief für die Traditionspartei bei Landtagswahlen in Rheinland-Pfalz. Die AfD springt auf 20,0 (8,3) – ihr Rekordwert bei Landtagswahlen an Rhein und Mosel.

Die Grünen kommen auf 7,5 bis 8,5 Prozent der Stimmen (9,3). Die Freien Wähler erreichen nur 3,5 bis 4,0 Prozent (5,4), die noch nie im Mainzer Landtag vertretenen Linken 4,5 Prozent (2,5). Beide Parteien dürften an der Fünf-Prozent-Hürde gescheitert sein. Die FDP liegt mit 2,0 bis 2,1 Prozent deutlich unter der Marke und muss den Landtag nach zehn Jahren verlassen - sie sitzt nun noch in sechs Bundesländern im Parlament und nur noch in Sachsen-Anhalt in der Regierung.

Zur Wahl aufgerufen waren knapp drei Millionen Bürger. Die Wahlbeteiligung lag den Prognosen zufolge bei 63,5 bis 69,5 Prozent (2021: 64,3).

Verwendete Quelle: dpa