Kosmische Brocken in KoblenzElf Meteoriten-Teile nach Einschlag in Hausdach entdeckt

Ein Meteorit ist im Koblenzer Stadtteil Hüls in ein Hausdach eingeschlagen. Gesichtet wurde die Lichterscheinung unter anderem in Nordrhein-Westfalen, Hessen, Rheinland-Pfalz, dem Saarland und Baden-Württemberg
Neben dem größten Stein sind laut Polizei noch zehn weitere Teile in und am Haus entdeckt worden.
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Er landet im Schlafzimmer: Am Sonntag schlägt in Koblenz ein Meteoritenteil in ein Hausdach ein. Laut Polizei gehört es nun dem Eigentümer. Gleich mehrere Gesteinsbrocken liegen rund um das Grundstück. Für ihre Finder hat das Zentrum für Luft- und Raumfahrt eine Empfehlung.

Nach dem Einschlag eines Meteoriten in ein Koblenzer Hausdach sind inzwischen insgesamt elf Gesteinsteile gefunden worden. Neben dem größten Stein, etwa so groß wie ein Tennisball, seien noch zehn weitere Fragmente in und am Haus entdeckt worden, teilte die Polizei in Koblenz mit. Sie hätten ein Gewicht von 6 bis 161 Gramm.

„Laienhaft betrachtet handelt es sich um „Gestein““, teilte die Polizei mit. Eine genauere Einordnung könne nur durch einen Sachverständigen erfolgen. Bislang sei nur der Schaden an dem Wohnhaus im Koblenzer Stadtteil Güls bekannt. Die Polizei teilte mit, sie suche nicht aktiv nach weiteren Gesteinsteilen.

Inzwischen seien die Besitzansprüche geklärt: Demnach stehe der Fund dem Grundstückseigentümer zu, der selbst über den weiteren Verbleib entscheiden könne, teilte die Polizei mit. Das Gestein werde noch von der Polizei verwahrt und heute übergeben. Angaben zum Eigentümer machte die Polizei nicht.

Ein Kontakt zwischen dem Eigentümer sowie verschiedenen wissenschaftlichen Instituten und Behörden werde hergestellt. Auch das Zentrum für Luft- und Raumfahrt hatte zuvor klargestellt, dass Finder eines Meteoriten diesen behalten dürften, aus wissenschaftlichen Gründen am besten aber eine Forschungseinrichtung kontaktieren sollten. Es habe sich bereits ein Experte des Instituts für Planetologie dafür interessiert gezeigt, den größten Stein in Augenschein zu nehmen, hieß es von der Polizei.

Bei dem Einschlag am Sonntagabend entstand nach Angaben des Landesamtes für Brand- und Katastrophenschutz ein etwa fußballgroßes Loch. Der Meteoritenteil traf erst das Dach und dann das Schlafzimmer des Hauses - verletzt wurde aber niemand.

Verwendete Quellen: are/dpa/AFP