Reisen mit der Bahn beliebter denn jeSpritkosten explodieren! Bahn profitiert von der Krise

13.12.2024, Berlin, GER - Reisende und ICE im Hauptbahnhof. (Alltag, Bahn, Bahnhof, Bahnreise, Bahnreisende, Bahnstation, Bahnsteig, Bahnverkehr, befoerdern, Befoerderung, Berlin, Bundesbahn, DB, deutsch, Deutsche Bahn, Deutsche Bahn AG, Deutschland, Eisenbahn, Europa, europaeisch, Fernverkehr, Gesellschaft, Gleis, Hauptbahnhof, ICE, innen, Innenaufnahme, Inter City Express, Jahreszeit, Kaukasier, kaukasisch, Menschen, Personen, Personenbefoerderung, Personentransport, QF, Querformat, Reise, Reisende, Schiene, Schienenverkehr, Stadt, Transport, unterwegs, Urlaub, Urlauber, Urlaubszeit, Verkehr, verreisen, Westeuropa, Winter, Wirtschaft, Zug) 241213D821BERLIN.JPG
Sind Züge gut gebucht, wird es für Reisende schwieriger, an günstige Tickets zu kommen.
picture alliance / galoppfoto / Sabine Brose Sorge

Statt zwei Euro und mehr pro Liter Kraftstoff zu bezahlen, schwenken anscheinend so einige Autofahrer um. Die Bahn verzeichnet deutlich mehr Buchungen im Fernverkehr und geht davon aus, dass es einen Zusammenhang zum Nahostkrieg gibt. Noch will man sich aber nicht abschließend festlegen.

Die Deutsche Bahn profitiert indirekt von den stark gestiegenen Benzinpreisen. „Die Buchungen für Fernverkehrsreisen mit der Bahn ziehen aktuell an“, sagte eine Sprecherin des Staatskonzerns auf Anfrage. „Auch wenn die Nachfrage tageweise stark schwankt, stellen wir fest, dass die Buchungen in den letzten Tagen deutlich über den bisherigen Prognosen liegen - an einzelnen Tagen sogar bis zu zehn Prozent über Vorjahr. Wir gehen davon aus, dass die steigenden Benzinkosten dabei ein wichtiger Treiber sind.“

Seit dem Angriff der USA und Israels auf den Iran sind die Spritpreise sprunghaft gestiegen. Werte deutlich oberhalb von zwei Euro pro Liter sind keine Seltenheit. In mehreren Nachbarländern hingegen wirkt sich die Krise deutlich weniger auf die Preise aus.

Bundesfinanzminister und SPD-Chef Lars Klingbeil warf der Mineralölwirtschaft Preistreiberei vor. Die Bundesregierung lehnt bisher zwar eine Spritpreisbremse ab, wie es sie 2022 für drei Monate gab. Das Kartellamt soll aber prüfen, ob die Preissprünge gerechtfertigt sind.

Die Bahn-Sprecherin ergänzte, eine Einschätzung zur Entwicklung der Nachfrage bei DB Regio und einem Bezug zu den Benzin- und Dieselpreisen sei noch nicht valide möglich. Denn neben der Bahn-Tochter seien auch andere Anbieter im Regionalverkehr unterwegs.

Verwendete Quellen: rog/rts