Pünktlichkeitsprobleme werden teuerDeutsche Bahn fährt Milliardenverlust im Fernverkehr ein

Begegnung zweier DB-Zuege auf mehrgleisiger Strecke unter Oberleitung: Rechts faehrt der Elektrotriebzug 440 804 als Regional-Express RE10 Mainfrankenbahn aus Richtung Nuernberg, links begegnet ein ICE aus Richtung Frankfurt am Main und Wuerzburg. Schienenverkehr in Bayern, Fuerth, 07.03.2026 Foto:Eibner/Ardan Fuessmann
Die Bahn wollte sich zu dem Bericht nicht äußern.
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Die Deutsche Bahn fährt Konzernkreisen zufolge vor allem wegen der Krise im Fernverkehr einen Milliardenverlust ein. Das Minus für 2025 liege unter dem Strich bei 2,3 Milliarden Euro und damit noch einmal eine halbe Milliarde höher als im Jahr zuvor.

Der kriselnde Fernverkehr der Deutschen Bahn hat dem Konzern im vergangenen Jahr einen Milliardenverlust eingebracht. Die andauernde Unpünktlichkeit von ICE und IC infolge vor allem der Streckensanierungen hätten zu einer Abschreibung von 1,4 Milliarden Euro auf den Wert der Sparte gezwungen, sagten mit den Zahlen Vertraute der Nachrichtenagentur Reuters. Schlussendlich liegt das Minus für 2025 so bei insgesamt 2,3 Milliarden Euro.

2024 war die Bahn mit knapp 1,8 Milliarden Euro in den roten Zahlen. Dabei konnte die Bahn im vergangenen Jahr im operativen Geschäft, dem Ergebnis vor Zinsen und Steuern sowie Sondereffekten (Ebit), mit einem Plus von 300 Millionen Euro sogar besser abschneiden als zuletzt erwartet. Nach Planungen von Ende 2025 war nur mit einer leicht schwarzen Zahl gerechnet worden.

Die Ergebniszahlen beziehen sich auf die fortgeführten Geschäftsbereiche nach dem Verkauf der Logistik-Sparte Schenker. Eine Bahn-Sprecherin wollte sich nicht zu den Zahlen äußern und verwies auf die Bilanzpressekonferenz am 27. März.

Verwendete Quellen: ses/rts