Blutschwämmchen verschiebt Roma Emilias NaseBaby wächst riesiger Tumor im Gesicht

Sie ist erst vier Monate alt und hat schon so viel hinter sich.
Vergangenen August kommt Roma Emilia Bertoli in Argentinien zur Welt. Weil ihre Mutter da erst in der 34. Schwangerschaftswoche ist, wird das Frühchen auf eine Intensivstation gebracht. Dort bemerkt Mutter Eve (27) nach nur fünf Tagen einen kleinen Fleck auf der Nase ihres Babys, der rasant wächst.
Ärzte diagnostizieren ein Hämangiom
Bald darauf erhalten die Eltern eine Diagnose. Es handelt sich laut der Ärzte um ein sogenanntes Hämangiom – eine gutartige Wucherung von Blutgefäßen. Manchmal nennt man diese Wucherungen auch Blutschwämmchen oder Erdbeerflecken, weil die Oberflächen sich ähneln.
Der Fleck im Gesicht von Roma Emilia breitet sich danach dramatisch schnell aus, auf ihrem linken Auge kann das kleine Mädchen bald schlechter sehen. Durch die Medikamente bekommt das Kind Atemprobleme. Zwar wird Roma Emilia Mitte Oktober aus der Klinik entlassen, doch der Tumor infiziert sich, die Kleine muss erneut ins Krankenhaus. Bis heute erhält das Mädchen täglich Behandlungen.

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Die gute Nachricht: Der Tumor schrumpft, wird irgendwann wohl ganz verschwinden, doch Narben werden bleiben. Das scheint sicher.
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Tumor verschob Roma Emilias Nase
Durch das starke Wachstum der Wucherung wurde die Nase des Kindes verschoben. Die Eltern hoffen, dass sie sich von allein wieder richtet. Wenn nicht, könnte eine plastische OP helfen.
Mutter Eve, die als Englischlehrerin in Buenos Aires arbeitet, ist einfach nur froh, dass ihre Tochter zu Hause ist und das, was als Schock begann, wohl glimpflich enden wird. Sie teilt ihre Geschichte in den sozialen Medien, erhält dort viel Zuspruch von Betroffenen. Doch es gibt auch andere Stimmen. Kritiker fragen, wie sie ihr Kind so bloßstellen könne.

Eve plant nun, sich bis Mai dieses Jahres unbezahlt freizunehmen, um sich um ihre Tochter kümmern zu können. Dafür muss auch sie stark sein, Eve berichtet: „Manchmal stehe ich an einer Bushaltestelle oder auf der Straße, und die Leute sehen sie und denken: ‚Oh Gott, diese Mutter ist schrecklich‘ oder ‚Sie ist verbrannt‘. Das ist schwer, und all das gehört zur Zukunft dazu. Ich bin keine Superheldin, ich weine wie alle anderen. Manchmal sehe ich sie zu Hause, wie sie mit unseren Hunden, ihrem Vater und ihrer Stiefschwester spielt, und dann fange ich an zu weinen, wenn ich an all die Tage im Krankenhaus denke, an denen ich auf ihre Heimkehr gewartet habe.“


