Paukenschlag im Kuba-KonfliktTrump droht Kuba mit „friedlicher Übernahme“ der Insel!

Für Donald Trump ist Kuba ein „scheiternder Staat“. Derweil trägt die Blockade der Amerikaner für Öl aus Venezuela zur Wirtschaftskrise auf der Karibikinsel bei. Doch plötzlich hat der US-Präsident eine ganz andere Idee.
Inmitten der Spannungen zwischen Kuba und den Vereinigten Staaten bringt US-Präsident Donald Trump eine „friedliche Übernahme“ Kubas ins Spiel. Havanna verhandle derzeit zwar mit Washington, sagte Trump, fügte jedoch hinzu: „Sie haben kein Geld. Sie haben im Moment gar nichts. Es könnte durchaus zu einer friedlichen Übernahme Kubas kommen.“ Ob Trump sich damit auf eine mögliche Annexion durch die USA bezog oder andere Staaten ebenfalls involviert wären, ging aus der knappen Antwort des Republikaners nicht hervor. Auch einen Zeitrahmen nannte er nicht.
Trump betonte, dass Kuba sich „in großen Schwierigkeiten“ befinde. „Kuba ist, gelinde gesagt, ein scheiternder Staat.“ Trump zeigte sich zuversichtlich, dass die USA „etwas sehr Positives“ für die Bevölkerung des Inselstaates in der Karibik erwirken könnten.
Washington übt seit Wochen erheblichen Druck auf Kubas Regime aus. Seit Dezember erhält das Land kein Öl mehr aus Venezuela, da Trump eine vollständige Blockade für sanktionierte Öltanker mit Lieferungen aus dem südamerikanischen Bruderstaat anordnete. Danach drohte Trump mit Zöllen gegen Kubas weitere Öllieferanten. Mittlerweile sollen bestimmte Sanktionen gelockert werden. Zusätzlich belastet werden die diplomatischen Beziehungen durch einen Schusswechsel zwischen kubanischen Grenzschützern und der Besatzung eines in den USA registrierten Schnellbootes, bei dem vier Menschen starben.
Es wäre nicht der erste Annexionsplan des US-Präsidenten. Trump hatte seit seiner Rückkehr ins Weiße Haus vor mehr als einem Jahr bereits Besitzansprüche auf das zum Nato- und EU-Mitgliedstaat Dänemark gehörende Grönland erhoben, zeitweise sogar mit einer gewaltsamen Übernahme gedroht. Von diesem Unterfangen nahm er im vergangenen Monat nach einem Treffen mit Nato-Generalsekretär Mark Rutte Abstand.
Verwendete Quellen: mba/dpa