Diesel und E10 jetzt extrem teuerSchock an der Zapfsäule! Spritpreise klettern über 2 Euro

Der Kriegsausbruch im Nahen Osten hat auch Auswirkungen auf die Spritpreise. Im Tagesdurchschnitt kostet Diesel mehr als 2 Euro, und auch das sonst günstigste Super E10 überschreitet die Marke. Die Minister Reiche und Klingbeil sind misstrauisch.
Die Spritpreise steigen immer weiter: Diesel kostete im bundesweiten Tagesschnitt des Mittwochs 2,005 Euro pro Liter, wie der ADAC mitteilte. Das waren 8,8 Cent mehr als am Dienstag und 25,9 Cent mehr als am Freitag vor Ausbruch des Iran-Krieges. Auch die günstigste gängige Benzinsorte Super E10 hat die Marke von zwei Euro pro Liter im bundesweiten Durchschnittspreis inzwischen überschritten. In der Preisspitze am Morgen kostete ein Liter 2,003 Euro, wie der ADAC mitteilte.
Diesel hatte die Marke von 2 Euro am Mittwoch bereits in der morgendlichen Preisspitze vorübergehend überschritten, anders als an normalen Tagen gab es danach aber keinen starken Preisrückgang im Tagesverlauf. Dass Diesel zurzeit teurer als Benzin ist, liegt laut Experten daran, dass sein Preis typischerweise krisenanfälliger ist - auch weil er unter anderem als Ersatz für Gas verwendet wird und für die Industrie eine größere Rolle spielt.
Dass E10 oder Diesel im Tagesdurchschnitt mehr als zwei Euro kostete, war zuletzt 2022 der Fall. Die steigenden Spritpreise sorgen inzwischen auch für eine Diskussion um eine mögliche Spritpreisbremse. 2022 hatte der Staat die Steuern auf Diesel und Benzin von Juni bis August deutlich gesenkt, um die Autofahrer angesichts der hohen Preise zu entlasten.
Damals hatte es teilweise deutliche Kritik gegeben, dass die Erleichterung die Verbraucher nur teilweise erreicht habe. Zudem hat Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche eine Überprüfung der Preise angekündigt: „Wir werden prüfen, dass nicht eine Situation ausgenutzt wird, die sich an den Märkten abbildet, aber nicht in dieser Höhe“, sagte Reiche im Podcast von „Table.Briefings“. Darüber sei sie mit dem Bundeskartellamt im intensiven Austausch.
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil drohte Mineralölkonzernen zudem mit Konsequenzen, sollten sie versuchen, aus dem Iran-Krieg und der aktuellen Lage Kapital zu schlagen. „Es darf da jetzt keine Abzocke geben, und da muss Politik natürlich auch handeln und muss da klar und konsequent vorgehen“, sagte der SPD-Chef im ZDF.
Hintergrund der hohen Preise sind der Iran-Krieg und die Sperrung der Straße von Hormus vor der Küste des Landes. Sie spielt für Öl- und Gaslieferungen eine wichtige Rolle. Seit der Eskalation am Samstag sind auch Rohöl und Gas deutlich teurer geworden.
Verwendete Quellen: lar/dpa