Gesünder naschenEinfache Tipps, wie ihr beim Backen Zucker sparen könnt

Frau gießt Rührteig in eine Backform.
Backen mit weniger Zucker? So geht es.
Getty Images

Backen mit weniger Zucker, und es kann trotzdem schmecken.
Törtchen, Apfelkuchen, Muffins und mehr lassen das Wasser im Mund zusammenlaufen, sind aber nicht das Gesündeste. So oder so sollte süßes Gebäck nur in Maßen genossen werden, doch mit einfachen Kniffen in der Zutatenliste sind zuckerreiche Speisen sofort etwas gesünder.

Schokolade mit weniger Zucker

Kleine Schokostückchen, -drops oder -streusel dürfen beim Backen nicht fehlen. Natürlich addiert selbst ein wenig Schokolade direkt Zucker und Kalorien; um hier zu sparen, lässt sich zu Zartbitterschokolade oder Schoki mit Zuckerersatz greifen. Wenn Süße durch Schoki und Co. zum Einsatz kommt, ist der Zuckeranteil im Teig auch reduzierbar und es wird trotzdem süß genug.

  • Laut Hersteller 80 Prozent weniger Zucker im Vergleich zu herkömmlicher Milchschokolade mit Zuckerzusatz

  • Gesüßt mit Maltit

  • Zuckergehalt: 9,5 g pro 100 g

So schmeckt es: Laut Rezensionen schmecken die Drops schokoladig und süß.

  • Gesüßt mit Erythrit und Stevia

  • Zuckergehalt unter 0,5 g pro 100 g

  • Laut Hersteller 20 g Eiweiß pro 100 g

So schmeckt es: Laut Kunden schmecken die Drops süß, schokoladig und nicht künstlich. Zudem behalten sie beim Backen die Form und eignen sich etwa für DIY-Proteinriegel.

Hinweis: Die Preise sind volatil und die Händler passen bisweilen auch die unverbindliche Preisempfehlung (UVP) an. Sollten sich die Preise von den hier angegebenen unterscheiden, haben die Händler sie nach Veröffentlichung des Artikels geändert.

Zuckerersatz fürs Backen

Wer mit weniger Zucker backen möchte, muss anders als mit herkömmlichem weißen Zucker Süße kreieren. Etwa für Kinder lässt sich stattdessen mit Fruchtzucker aus Datteln, Äpfeln oder Obstmus arbeiten. Für noch weniger Zucker im Gebäck eignen sich Süßstoffe wie Erythrit. Diese können wie herkömmlicher Zucker verarbeitet werden und sind vergleichbar süß.

  • Süße 1:1 wie herkömmlicher Zucker: aus Erythrit und Stevia

  • Kalorienfrei

  • Zuckergehalt: 0 g

So schmeckt es: Durchschnittlich gibt es bei Amazon 4,7 von fünf Sternen bei über 200 Bewertungen. Beim Backen ließe sich der Zucker gut verarbeiten und schafft eine vergleichbare Süße wie Zucker. Einige sind vom Geschmack des Süßstoffs nicht überzeugt, dieser ist immerhin subjektiv.

  • Aus Erythrit und Sucralose

  • Kalorien: 186 auf 100 g

  • Zuckergehalt: 3,5 g pro 100 g

So schmeckt es: Die Verarbeitung wird positiv bewertet, einige vergleichen die Konsistenz eher mit Puderzucker. Beim Geschmack scheiden sich die Geister, laut einigen Rezensenten ist das Produkt weniger süß und hat einen Eigengeschmack.
Wichtig dabei: Der Süßstoff Sucralose steht laut der Apotheken Umschau in dem Verdacht, geringfügig krebserregend zu sein, wenn er über 120 Grad erhitzt wird! Das Bundesinstitut für Risikobewertung rät Verbrauchern deshalb, den Süßstoff lieber nicht großer Hitze auszusetzen, solange das Risiko weder klar bestätigt noch ausgeräumt ist.

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Vanillegeschmack mit weniger Zucker

Nicht nur süß, sondern auch lecker vanillig soll es sein – auch dafür gibt es Alternativen mit weniger Zucker. Natürlich tut es auch eine Vanilleschote, diese sind jedoch relativ teuer und müssen erstmal ausgekratzt werden.

  • Vanillesirup ohne Kalorien

  • Zuckergehalt: 0 g

  • Geeignet für Gebäck, Käsekuchen, Quark, Heißgetränke und mehr

So schmeckt es: Kunden bewerten den Sirup gut, der Geschmack sei vanillig, aber sehr süß – es kommt also auf die Dosierung an. Gerade für den Kaffee sei der Sirup gut geeignet.

  • Vanillin-Xylit

  • Kalorien pro 100 g: 240

  • Zuckergehalt: 0 g

So schmeckt es: Durchschnittlich gibt es 4,6 von fünf Sternen bei fast 200 Bewertungen. Laut Rezensionen ist der Geschmack süß und vanillig, als Ersatz eines Tütchens Vanillezuckers eignet sich das Xylit demnach.

Zuckerfrei glasieren und verzieren:

  • Kalorienfrei

  • Ohne Zucker

  • Laut Onlinerezepten verwendbar wie Puderzucker auch für Glasuren

  • Zuckerfreie Dekor-Perlchen

  • Ohne Farbstoff

  • Mit Xylit

  • Zuckerfreier Streusel-Mix

  • Blumenmotive

  • Gesüßt mit Erythrit

Die Vorteile vom zuckerfreien Backen

Von zahlreichen Expertinnen und Experten wird ein bewusster – und reduzierter – Zuckerkonsum angeraten. So hat etwa die Weltgesundheitsorganisation 2015 empfohlen, die Aufnahme von freiem Zucker auf zehn Energieprozent bei Erwachsenen zu reduzieren. Das wären bei einem durchschnittlichen Erwachsenen mit einer Kalorienzufuhr von 2.000 Kalorien pro Tag 50 Gramm Zucker. Dem entsprechen circa zehn Teelöffeln Zucker oder 14 Stück Würfelzucker. Inbegriffen sind Industrie-, Trauben-, Frucht- und Malzzucker sowie Zucker aus Honig oder Sirup.

Jedoch hat das Statistische Bundesamt beispielsweise im Jahr 2023 einen durchschnittlichen Tageszuckerkonsum pro Kopf von 38 Würfelzucker in Deutschland dokumentiert. Ein Stück Schokolade hier, ein Glas Limo da, und schon steigt der Zuckerkonsum über die empfohlene Grenze. Zuckerfreie Snacks und natürliche Süßigkeiten ohne zugesetzten Zucker können helfen, den übermäßigen Verzehr zu zügeln.

Doch: Auch Zuckerersatzstoffe sollten nur in Maßen verzehrt werden, da sonst Nebenwirkungen wie Verdauungsprobleme auftreten können. Die Vor- und Nachteile von Süßstoff könnt ihr hier nachlesen.

Zuckerfrei backen: Schmeckt das?

Auch mit weniger Zucker entstehen leckere Gebäcke, immerhin verhalten sich passende Süßstoff-Mischungen genauso wie Zucker. Beim Geschmack kann das selbstkreierte Kunstwerk vom Original abweichen, einige Süßstoffe hinterlassen etwa einen Nachgeschmack oder fühlen sich auf der Zunge kalt oder metallisch an. Letztlich entscheidet der persönliche Geschmack, ob die Gebäcke trotzdem zufriedenstellen oder eben nicht.

Genutzte Quellen: aheadnutrition.de, amazon.de, AGES – Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit, Destatis – Statistisches Bundesamt

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