Tschüss Verfärbungen!Ciao, Verfärbungen! Stiftung Warentest: Diese Bleaching-Mittel machen Zähne heller

Ciao, Verfärbungen! Wer sich ein strahlendes Zahnweiß zurückholen will, findet in Drogerie oder Internet Bleaching-Mittel. Mit den meisten wird’s im Mund tatsächlich heller, so die Stiftung Warentest.
Ciao, Verfärbungen! Wer sich ein strahlendes Zahnweiß zurückholen will, findet in Drogerie oder Internet Bleaching-Mittel. Mit den meisten wird’s im Mund tatsächlich heller, so die Stiftung Warentest.
Die Tester haben für ihre gleichnamige Zeitschrift 13 Bleaching-Streifen, -Gele und -Seren unter die Lupe genommen - und deren Wirkung auch mit einem hochkonzentrierten Produkt verglichen, das in Zahnarztpraxen zum Einsatz kommt.
6 der 13 Bleaching-Mittel in der Untersuchung schneiden dabei mit der Note „gut“ ab, die zwei Schlusslichter bekommen ein „ausreichend“. Die Zähne sichtbar aufhellen, ohne den Schmelz zu stark anzugreifen - dieser Spagat gelingt also den meisten Produkten grundsätzlich. Mit „gut“ bewertete Produkte gibt es schon ab knapp 10 Euro, man kann aber auch rund 90 Euro dafür auf den Tisch legen. Die drei bestplatzierten Produkte sind: „Colgate Max White Overnight Whitening Serum“ (19,97 Euro, Note 1,9), „Colgate Max White LED Whitening Kit“ (90 Euro, 2,0) und „Uniquesmile Teeth Whitening Strips“ (19,90 Euro, 2,0).
Getestet wurden sie übrigens nicht an menschlichen Zähnen, sondern an Zahnschmelzproben von Rindern - deren Zahnschmelz strukturell und chemisch dem des Menschen ähnelt.
Einige werden aufgepinselt, andere aufgeklebt oder per Schiene als Gel auf die Zähne aufgebracht. Die meisten Bleaching-Produkte enthalten Bleichmittel wie Wasserstoff- oder Carbamidperoxid oder PAP. Das Prinzip: Sie stoßen im Mund eine chemische Reaktion an, die aktiven Sauerstoff freisetzt. Er wandelt dunkle Farbmoleküle im Zahnschmelz in farblose um - ein Prinzip, das man vom Blondieren kennt.
So wie ein Aufhellen die Haarstruktur angreift, bedeutet auch ein Bleaching Stress für die Zähne. Der Zahnschmelz kann vorübergehend an Härte verlieren, wie Warentest-Projektleiter Tim Quinders warnt: „Das erhöht das Risiko für Zahnschäden.“ Man kann den Zahnschmelz aber durch gründliche Pflege dabei unterstützen, sich wieder zu erholen. Dafür wichtig: eine fluoridhaltige Zahnpasta.
Wichtig ist auch, realistisch zu bleiben. Von Versprechen wie „bis zu 8 Stufen weißer in 7 Tagen“ lässt man sich besser nicht blenden. Was in Sachen Aufhellung möglich ist, hängt von der natürlichen Farbe des Zahnschmelzes ab, so die Warentester. Ist der von Natur aus recht gelblich-gräulich, darf man sich nicht unbedingt das strahlendste Hollywood-Lächeln erhoffen.
Und auch etwas Geduld ist gefragt: Denn mit einmaligem Aufpinseln oder Aufkleben ist es nicht getan. Die Anwendungsdauer kann bis zu 21 Nächte umfassen.
Verwendete Quellen: awi/dpa