Bewerber, aufgepasst!Drei absolute Red Flags bei der Jobsuche

Manche Sachen gehen gar nicht – das gilt auch für die Jobsuche.
Ihr meint, Ghosting gibt es nur bei Flirtportalen wie Tinder & Co.? Nein, in letzter Zeit berichten viele LinkedIn-User, dass sie bei der Jobsuche geghostet wurden. Es handelt sich also nicht um ein Dating-Phänomen, sondern eher um ein Online-Phänomen. Und das ist echt ärgerlich: Man investiert viel Zeit in die Bewerbung, der potenzielle Arbeitgeber meldet sich scheinbar interessiert, aber taucht dann plötzlich wieder ab oder verschwindet wie ein Geist von der Bildfläche (daher kommt die Bezeichnung „Ghosting“).
Ghosting im Bewerbungsprozess
Keine Rückmeldung trotz eines netten Erstkontakts – das erzeugt natürlich Frust und Job-Experten zufolge ist das eine „Red Flag“ im Bewerbungsprozess (der dann wohl ohnehin gelaufen ist). Also ein No Go, das unter Umständen negative Rückschlüsse über den möglichen zukünftigen Arbeitgeber zulässt. Klar, viele Unternehmen bekommen eine Flut an Bewerbungen, aber so muss sich niemand behandeln lassen. Das Arbeitgeber-Bewertungsportal Kununu rät: „Sofern nichts anderes im Gespräch vereinbart wurde, kannst du in etwa nach zwei Wochen bedenkenlos beim Unternehmen nachfragen, ob deine Bewerbung noch im Rennen ist. Schließlich musst du ja wissen, ob du dich weiter umsehen musst oder nicht.“ Bewerber sollten am besten direkt am Ende der Unterhaltung nachfragen, in welchem Zeitrahmen sie ungefähr mit einer Nachricht bezüglich weiterer Schritte rechnen können. Kein Erfolg trotz größter Bemühungen? Dann heißt es: Krönchen richten und weitersuchen!
In der Stellenanzeigen fehlen Gehaltsangaben
Noch ist es bei uns in Deutschland nicht so, dass die Angabe des Gehalts in Stellenausschreibungen Pflicht ist. Diese Änderung im deutschen Arbeitsrecht gilt aufgrund einer EU-Richtlinie aber ab Juni 2026, wie der Münchner Merkur berichtet. Österreich ist uns in dem Punkt schon weit voraus, denn dort müssen Arbeitgeber schon seit 2011 ein Mindestentgelt für die zu besetzende Stelle angeben. Laut Kununu wird Arbeitgebern hierzulande bereits jetzt empfohlen, in Stellenanzeigen eine Gehaltsangabe zu machen – das sei sinnvoll, um Transparenz zwischen Arbeitgebern und Bewerbern zu schaffen. Experten zufolge wird der gesamte Bewerbungsprozess dadurch einfach fairer und effizienter. Außerdem steigert die Gehaltsangabe die Motivation der Bewerber, wenn das Gehalt ansprechend genug ist. Fehlt die Gehaltsangabe in der Stellenanzeige, ist das also schon mal ein schlechtes Zeichen. Schließlich versuchen Arbeitgeber angesichts des akuten Fachkräftemangels heute mehr denn je, Talente anzulocken – mit wirklich allem, was sie zu bieten haben.
Die Job-Beschreibung ist unpräzise
Wer einen neuen Job sucht, sollte sich vorher unbedingt Gedanken darüber machen, wonach genau er sucht. Dasselbe gilt für Arbeitgeber. „Wenn die Stellenanzeige nicht klar darüber ist, welche Aufgaben, Verantwortlichkeiten und Qualifikationen mit der Position verbunden sind, könnte dies ein Zeichen dafür sein, dass du Aufgabenbereichen zugeteilt wirst, die nicht wirklich der Stelle entsprechen“, warnt Kununu. Im schlechtesten Fall sucht das Unternehmen eine Art eierlegende Wollmilchsau sucht, die überall mal einspringt und sich dafür auch noch mit einem geringen Gehalt zufrieden gibt. Bewerber sollten durch die Stellenanzeige ein klares Bild davon bekommen, welche Aufgaben anstehen und welche Verantwortungsbereiche der Job umfasst. Ansonsten: Red Flag! Andere Unternehmen haben auch schöne Jobs.
Bonus-Tipps für die erfolgreiche Jobsuche
Die Welt ist voller spannender Job-Angebote und Arbeitgeber. Wir haben noch ein paar Tipps für euch zusammengestellt, die eure Erfolgs-Chancen bei der Suche nach dem Traumjob steigern. Da die meisten Jobs heutzutage über das Internet angeboten werden, ist als Bewerber ein guter Web-Auftritt wichtig. Laut dem Jobportal Stepstone lässt sich mit diesen Kniffen das Optimum aus einer Online-Stellenbörse herausholen.
Das Profil aufpeppen: Ein Jobsuche-Profil ist wie eine digitale Visitenkarte. Es sollte unbedingt aktuell, sichtbar und aussagekräftig sein.
Benachrichtigungen erlauben: Die meisten Job-Börsen bieten Benachrichtigungen an. Wer sie aktiviert, bekommt sofort eine Push-Nachricht, wenn es etwas Neues gibt.
Filter nutzen: Im richtigen Umfeld suchen, um bessere Ergebnisse zu bekommen. Beispielsweise kannst du die Stellenanzeigen nach Standort, Beschäftigungsart (Voll- oder Teilzeit), Branche oder Berufserfahrung filtern.
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