Zahlendreher in der IBAN: Das passiert bei einer falschen Überweisung
Seit dem 1. Februar können Bankkunden nur noch mit der 22-stelligen International Bank Account Number (IBAN) Überweisungen tätigen. Die Unterteilung in Bankleitzahl und Kontonummer fällt weg. Beides spielt aber immer noch eine wichtige Rolle. Denn die IBAN setzt sich aus einem Ländercode, der Bankprüfziffer sowie der Bankleitzahl und Kontonummer des Kontoinhabers zusammen. Da kann man schon mal durcheinander kommen. Doch was passiert eigentlich, wenn man Ziffern in der IBAN vertauscht?

Laut Bankenverband passiert bei einem Zahlendreher in der IBAN nichts - die Überweisung wird nicht ausgeführt, allerdings verzögert sich in diesem Falle die Zahlung an den Empfänger. Das ist bei eiligen Überweisungen sehr ärgerlich - kann und auch kostspielige Mahnungen nach sich ziehen.
Dennoch kann es in seltenen Fällen vorkommen, dass man durch den Zahlendreher zufällig die IBAN eines existierenden Kontos erwischt. Die Überweisung wird dann ausgeführt, der falsche Empfänger bekommt den Geldeingang.
In diesem Fall sollten Sie Ihrer Bank sofort mitteilen, dass die Überweisung versehentlich ausgeführt wurde. Ist der Geldempfänger ist eigentlich verpflichtet, den Betrag zurück zu überweisen.Tut er das nicht, ist eine Klage vor Gericht unumgänglich. In jedem Fall darf Ihnen aber die Bank die Kontaktdaten des falschen Empfängers mitteilen.