Neues Messtool

Zahlen Sie zu viel fürs Internet? Mit neuem Tool ganz einfach die Internet-Qualität testen

Eine junge Frau an einem Laptop in ihrer Wohnung (Illustrationsfoto zum Thema Frauen und Computer, Internet und Technik, Single - aufgenommen am 17.08.2006). Immer mehr Deutsche nutzen das Internet zur Partnersuche und zum Flirten - und zwar häufig e
Ob das Internet wirklich so schnell ist, wie es Ihr Vertrag verspricht, können Sie jetzt ganz leicht überprüfen.
picture-alliance/ ZB, HAns Wiedl

Einfach Geld sparen durch neues Messtool

Wenn das heimische Internet zu langsam ist, kostet das viele Menschen den letzten Nerv. Und in vielen Fällen ist die Netzgeschwindigkeit viel langsamer, als sie es laut Vertrag sein müsste. Für diese Fälle gibt es jetzt ein einfaches Messtool – und im Zweifel spart man damit auch noch richtig gut Geld.

Bundesnetzagentur verspricht leichteres Testen der Qualität

Verbraucher können seit Montag mit einem überarbeiteten Messtool der Bundesnetzagentur testen, ob ihr Internet daheim schlechter ist als vertraglich zugesichert. Sollten sie eine Diskrepanz feststellen, können sie ihre Monatszahlung an ihren Internetanbieter kürzen. Dafür sollten sie sich bei ihrem Provider melden. Ihnen steht auch ein Sonderkündigungsrecht zu.

Das neue Minderungsrecht ist Teil des novellierten Telekommunikationsgesetzes, das seit Anfang Dezember gilt. Verbraucher konnten zwar schon vorher bei schlechtem Internet auf Preisminderung pochen, hatten dabei aber eine schwache Position gegenüber dem Anbieter. Nun haben sie deutlich bessere Karten.

Lese-Tipp: Wie Sie nach der Messung ganz einfach Ihre monatliche Rate minimieren können, erklären wir hier.

So funktioniert die Breitbandmessung:

Genutzt werden muss die Desktop-App „breitbandmessung.de“ von der Bundesnetzagentur, der Computer muss mit einem LAN-Kabel mit dem Festnetz-Internet verbunden sein. Die App gab es schon vorher, seit Montag ist sie aber in einer erweiterten Fassung für das Minderungsrecht kompatibel.

Der Verbraucher muss 30 Tests an drei verschiedenen Kalendertagen durchführen, zwischen den Tagen muss jeweils mindestens ein Tag liegen. Es gibt weitere Vorgaben, die bei Nutzung der Desktop-App automatisch eingehalten werden. Am Ende bekommt der Verbraucher ein Messprotokoll, das bei schlechtem Internet schwarz auf weiß die Defizite dokumentiert.

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Informationen über das gebuchte Internet bereithalten

Internettarife enthalten ein Produktinformationsblatt, in dem der Anbieter die maximale und die minimale Übertragungsgeschwindigkeit sowie die normalerweise zur Verfügung stehende Datenrate angibt. Aus Sicht von Verbraucherschützern versprechen die Firmen in ihrer Werbung mitunter zu viel. Das Minderungsrecht könnte dazu führen, dass Internetprovider realistischere Angaben machen oder mehr Einsatz zeigen, um Anschlüsse zu verbessern, so die Hoffnung der Verbraucherschützer.

Aus der Telekommunikationsbranche kommt Kritik. Der Verband VATM weist zum Beispiel darauf hin, dass die im Netz üblichen Schwankungen nicht automatisch eine schlechtere Nutzungsmöglichkeit für den Verbraucher bedeuten - etwa wenn der nur Mails downloade oder Videos auch bei geringerer Bandbreite ruckelfrei funktionieren. (dpa/lra)