Klarer Sieg in Nordmazedonien, Ticket für Katar gelöst

WM-Quali perfekt - Flick schickt Deutschland in die Wüste

11. Oktober 2021 - 23:29 Uhr

Katar, wir kommen!

Geschafft! Deutschland wird bei der WM 2022 in Katar dabei sein. Das Team von Trainer Hansi Flick gewann in Nordmazedonien deutlich mit 4:0 und profitierte zudem von Armeniens Niederlage in Rumänien. Hansi Flick hat es innerhalb weniger Wochen geschafft, das Team WM-fit zu machen – seine Bilanz bleibt perfekt. Die Highlights der Partie gibt's oben im Video.

Chancen en masse

Nach nur 100 Sekunden hätte den deutschen Spieler schon langsam anfangen können, ihr Gepäck für die Reise nach Katar zu packen. Joshua Kimmich kam aus wenigen Metern zum Kopfball, platzierte den Ball aber etwas zu ungenau. Deutschland von Beginn an total überlegen, Nordmazedoniens Torwart Stole Dimitrievski war aber auch gegen Serge Gnabry (17. und 25. Minute) und Timo Werner (26.) zur Stelle.

Kurz vor dem Halbzeitpfiff war Dimitrievski machtlos – der Pfosten half ihm aber. Werner tanzte im Strafraum seinen Gegner aus und knallte den Ball Richtung kurzes Eck, jedoch ans Aluminium. Und so ging es torlos in die Kabine.

Havertz bricht den Bann

Insgesamt war der deutschen Mannschaft anzumerken, dass es an diesem Abend einige Dinge gab, die erschwerend auf die Spielweise einwirkten. Fünfmal stellte Trainer Hansi Flick in seiner Startelf um, der Platz in Skopje war alles andere als im besten Zustand und das Wetter auch eher eines Kampfspiels würdig.

Auf das wollte sich Deutschland jedoch nicht einlassen und kam zu Beginn der zweiten Halbzeit endlich zum Erfolg. Gnabry nutzte bei einem Steilpass den nassen Boden, Thomas Müller legte vor dem gegnerischen Keeper quer und Kai Havertz musste nur noch ins leere Tor einschieben – das 1:0 (50.).

Weil zeitgleich Rumänien gegen Armenien führte, hatten die Deutschen in diesem Moment die Qualifikation für die WM 2022 in Katar sicher. Dafür brauchte das Flick-Team einen Sieg und einen zeitgleichen Ausrutscher Armeniens.

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Die drei Minuten des Timo Werner

Ende März ließ sich die deutsche Mannschaft noch von Nordmazedonien überraschen. Goran Pandev war einer der entscheidenden Männer beim damaligen 2:1-Außenseitersieg, doch seit der Europameisterschaft steht er für seine Nationalmannschaft nicht mehr zur Verfügung. Entsprechend harmlos waren auch die Angriffe Nordmazedoniens. Das Tor von Rückkehrer Manuel Neuer war eigentlich nie wirklich in Gefahr.

Deswegen konnte es Deutschland etwas ruhiger angehen lassen, sorgte mit einem richtig sehenswerten Tor dann aber für die Vorentscheidung. Müller leitete ein Zuspiel von Florian Wirtz weltklasse weiter auf Werner, der den Ball volley ins Netz knallte – da war noch mächtig Frust wegen des unglücklichen Auftritts gegen Rumänien drin. Egal, 2:0 Deutschland.

Und wenn es einmal läuft… Drei Minuten später bekam Werner wieder im Strafraum den Ball, diesmal aber in deutlich aussichtsärmerer Position. Aber kein Problem, der Chelsea-Stürmer mit einem super Schlenzer ins lange Eck zum 3:0. Timo Werner – in drei Minuten vom Depp zum Helden.

Musiala mit dem Schlusspunkt

Doch das war es noch nicht. In der Schlussphase waren noch die deutschen Youngster dran. Karim Adeyemi (19) mit einem tollen Pass auf Jamal Musiala (18), der eiskalt das 4:0 erzielte (85.).

Es war der Schlusspunkt einer erneut überzeugenden Leistung. Im fünften Spiel unter Flick konnte Deutschland zum fünften Mal gewinnen, das Torverhältnis dieser Partien ist 18:1. Klar, die Gegner waren jetzt nicht die Großmächte des Fußballs, aber gerade nach den enttäuschenden vergangenen Jahren ist diese Bilanz keine Selbstverständlichkeit. (sho)