Sparsam oder spendabel?

Wir Deutschen sind Trinkgeld-Muffel: Wie viel geben Sie?

Studie von Jägermeister deckt auf
Im Durchschnitt geben die Deutschen wenig Trinkgeld.
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Sind wir Deutschen wirklich solche Sparfüchse, wie uns nachgesagt wird? Scheinbar schon, wenn es ums Trinkgeld geht. Jägermeister hat eine Studie beauftragt und Personen zum Thema Trinkgeld befragt. Die Ergebnisse lassen uns nicht gut wegkommen.

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Corona verändert Ausgehverhalten

Neben 1.196 Personen wurden zusätzlich noch 106 Barkeeper, 116 Gastronomen und 68 Taxifahrer befragt. Die Ergebnisse zeigten: Corona hat das Ausgehverhalten verändert. Laut der Studie habe sich das Ausgehverhalten halbiert.

Das bedeutet auch, dass weniger Trinkgeld verdient wird. Dies ist vor allem für die Angestellten im Gastronomie-Bereich eine wichtige Einnahmequelle. Doch wird überall Trinkgeld gegeben?

In der Jägermeister-Befragung scheint es für die Teilnehmer selbstverständlich zu sein, im Restaurant Trinkgeld zu geben. Dies gaben 92 Prozent an. In Bars waren es 60 Prozent, in Kneipen 54 Prozent und nur 29 Prozent gaben in Clubs Trinkgeld.

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Trinkgeldvergabe nach Berufsgruppe

Interessanterweise schätzen die Befragten die Bedeutsamkeit des Trinkgelds je nach Berufsgruppe unterschiedlich ein. Weniger als die Hälfte glauben, dass Taxifahrer und Garderobenkräfte auf das Trinkgeld angewiesen sind. Noch weniger meinten, dass das zusätzliche Geld für Türsteher wichtig sei.

Kellnern und Reinigungskräften wurde jedoch das Trinkgeld eher zugesprochen. Dies spiegelt sich auch im Verhalten wider, wie Trinkgeld vergeben wird. Eine Reinigungskraft erhält eher etwas als ein Türsteher, so die Studie.

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Anmerkung: Diese Umfrage ist nicht repräsentativ.

Im Durchschnitt geben die Befragten fünf Prozent Trinkgeld

Was noch hinzukommt, ist, dass zwei Drittel der Befragten zunächst eine gute Leistung fordern, bevor Trinkgeld gegeben wird. Und selbst dann wird nicht immer angemessen entlohnt. Durchschnittlich lag die Höhe des Trinkgelds bei den Befragten bei fünf Prozent. Also halb so viel, wie die sonst angenommenen 10 Prozent. (pdr)