Zum Serienstart mit Moritz Bleibtreu und Lars Eidinger

Wie fake ist Faking Hitler wirklich? Der Faktencheck zum Start der neuen Serie auf RTL+

30. November 2021 - 10:21 Uhr

Medienskandal um gefälschte Hitler-Tagebücher

Es ist der größte Skandal der 80er Jahre. Der "STERN" veröffentlicht die Tagebücher von Adolf Hitler und gibt damit einen Einblick in seine tiefsten und persönlichsten Gedanken. Kurze Zeit später der Schock: Hitlers Tagebücher sind fake! Die neue RTL+Drama-Serie "Faking Hitler", die ab heute auf RTL+ abrufbar ist, greift die Geschehnisse von damals erneut auf. Zum Serienstart mit Moritz Bleibtreu in der Rolle des Kunstfälschers Konrad Kujau und Lars Eidinger als "STERN"-Reporter Gerd Heidemann, gehen wir dem größten Medienskandal Deutschlands auf die Spur und machen den "Faking Hitler"-Faktencheck!

Vom Autounfall bis hin zum Aktbild

In der ersten Folge von "Faking Hitler", der neuen RTL+Drama-Serie, befindet sich Kunstfälscher Konrad Kujau (Moritz Bleibtreu) gerade auf dem Weg nach Österreich, als er im Autoradio von der Nachricht des BKA-Gutachtens hört. In der Realität war er bereits in Österreich und erfährt davon bei Marias Eltern im TV!

Besonders spannend wird es in Folge 1 als "STERN"- Reporter Gerd Heidemann, gespielt von Lars Eidinger, mit seinem Auto auf einen Brückenpfeiler zu steuert. In letzter Minute reißt er jedoch das Steuer um und landet auf dem Autodach. War es in der Realität auch so dramatisch? Nicht ganz. Damals habe Gerd Heidemann angeblich darüber nachgedacht in den Brückenpfeiler zu rasen, hat aber letztlich keinen Unfall gebaut.

Was hat es aber mit dem Akt-Bild von Hitlers Nichte auf sich? Kunstfälscher Kujau hat tatsächlich ein Aktbild von Geli Raubal gemalt und einem Händler aus Süddeutschland verkauft. Die genauen Umstände, wie das Bild zum Händler kommt und wieder bei Kujau landet, sind ausgedacht.
Ebenfalls ausgedacht ist, dass Edith für das Bild Modell steht.

Das Geschäft mit den falschen Tagebüchern

Später in Folge 2 will Gerd Heidemann (Lars Eidinger) mit Kunstfälscher Kujau (Moritz Bleibtreu) ins Geschäft kommen. Doch dieser hat vorerst Zweifel. Ob Kujau wirklich befürchtet hat, die Nummer mit dem Stern sei eine Nummer zu groß für ihn, ist nicht eindeutig überliefert. Fakt ist: Kujau hat sich sehr viel Zeit gelassen bis er zugestimmt hat, seine Kontaktdaten an den Stern über Heidemann weitergeben zu lassen. Das Gespräch des Anrufs und das Knistern mit dem Geldschein ist ausgedacht. Nichts desto trotz hat Heidemann ganze zwei Millionen für die Tagebücher geboten!

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Die Geldübergabe

In der dritten Folge kommt es zu einer Geldübergabe am Flughafen. Die Summe von 200.000 Mark für die erste Übergabe ist Fakt, diese erste Übergabe fand jedoch nicht am Flughafen statt, sondern in einem Restaurant. Andere Übergaben waren dagegen schon am Flughafen. Auch die Hertie-Tüte soll es gegeben haben.

Heidemanns 50. Geburtstag

In Folge 4 von "Faking Hitler" feiert Gerd Heidemann seinen 50. Geburtstag. Und das mit einem besonderen Gast: Kunstfälscher Konrad Kujau. Und tatsächlich haben Kujau und Heidemann zusammen mit ihren Frauen in Heidemanns Fünfzigsten rein gefeiert. Anders als in der Drama-Serie jedoch in einem Hotel.

Die angebliche Selbstmordwaffe Hitlers hat Kujau dagegen wirklich für Heidemann gefälscht, dabei handelte es sich jedoch nicht um ein Geburtstagsgeschenk.